„Gedenken ist Widerstand: gegen das Vergessen und gegen die Vorstellung, Geschichte könne sich nicht wiederholen.“

Am 20. Sep­tem­ber haben wir gemein­sam mit der Jüdis­chen Gemeinde Darm­stadt, Vertretern der Wis­senschaftsstadt Darm­stadt und dem Denkze­ichen Güter­bahn­hof der Men­schen gedacht, die 1942/1943 vom Güter­bahn­hof Darm­stadt in die Ver­nich­tungslager deportiert wur­den.

Für Maria Strauß, langjähriges Mit­glied des Hes­sis­chen Lan­desver­ban­des Deutsch­er Sin­ti und Roma, ist dieses Gedenken untrennbar mit unser­er Gegen­wart ver­bun­den. Angesichts des erschreck­enden Erstarkens recht­sex­tremer Kräfte in Deutsch­land – wie jüngst bei den Land­tagswahlen in Sach­sen-Anhalt – geht die Sorge um die eigene Sicher­heit im All­t­ag wieder um.

Erin­nern verpflichtet uns zum Han­deln. Denn Antizigan­is­mus, Anti­semitismus und Ras­sis­mus sind keine abstrak­te Gefahr für die Zukun­ft, sie sind gesellschaftliche Nor­mal­ität. Erin­nerung bedeutet, dieser Nor­mal­isierung heute ent­ge­gen­zutreten.

„Demokratie ist keine Selb­stver­ständlichkeit. Sie lebt davon, dass wir Hal­tung zeigen, wider­sprechen, wenn Men­schen abgew­ertet wer­den, und Ver­ant­wor­tung übernehmen. Antizigan­is­mus, Anti­semitismus und Ras­sis­mus sind keine Mei­n­un­gen. Sie sind Angriffe auf die Würde des Men­schen.“