Beratung für Betroffene von rassistischer Gewalt

Beratung für Betroffene von rassistischer Gewalt

Die erste hes­sen­weite Beratungsstelle für Betrof­fene von rechter und ras­sis­tis­ch­er Gewalt „response“ hat vor Kurzem ihre Arbeit aufgenom­men.

Sie kön­nen die Beratungsstelle hier erre­ichen:

response.

Beratung für Betrof­fene von rechter und ras­sis­tis­ch­er Gewalt

ein Ange­bot der bil­dungsstätte anne frank

Hansaallee 150

60320 Frank­furt am Main

T  + 49. 69. 560 00 241

F + 49. 69. 560 00 250

www.response-hessen.de

Lehrerhandreichung für Hessens Schulen erschienen

Unser Lan­desvor­sitzende Adam Strauß hat am ver­gan­genen Don­ner­stag, den 28. Jan­u­ar, gemein­sam mit dem Hes­sis­chen Kul­tus­min­is­ter Lorz der Öffentlichkeit eine Lehrerhan­dre­ichung zur Ver­fol­gungs­geschichte von Sin­ti und Roma vorgestellt.

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v.l.n.r.: Dr. Udo Eng­bring-Romang (Haup­tau­tor der Han­dre­ichung), Mirko Mey­erd­ing (Mitau­tor), Dr. Marlis Sew­er­ing-Wol­lanek (Mitau­torin), Adam Strauß (Vor­sitzen­der des Lan­desver­ban­des), Fati­ma Stieb (Ange­hörige der Min­der­heit), Prof. Alexan­der Lorz (Kul­tus­min­is­ter), Gui­do Seib (Schulleit­er)

Die neue Lehrerhan­dre­ichung wurde an der Brüder-Grimm-Schule in Stein­au a. d. Straße (Main-Kinzig-Kreis) präsen­tiert und wird vom Kul­tus­min­is­teri­um aus an alle Hes­sis­chen Schulen versendet.

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Adam Strauß (Vor­sitzen­der des Lan­desver­bands)

Neben Adam Strauß, der in sein­er Rede auf die Notwendigkeit ver­wies, das The­ma Antizigan­is­mus an allen Hes­sis­chen Schulen verpflich­t­end zu unter­richt­en, berichtete auch Fati­ma Stieb ein­drück­lich von alltäglich erfahre­nen Diskri­m­inierun­gen und Ras­sis­mus.

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Fati­ma Stieb

Ein Presse­bericht von Osthessen-News

Bilder: HKM

Projektschultag in Dieburg

Am 26. Jan­u­ar haben Rinal­do Strauß und Malte Clausen vom Hes­sis­chen Lan­desver­band an der Goethe-Schule in Dieburg einen Pro­jek­t­tag gegen Antizigan­is­mus im Rah­men der dor­ti­gen Schul­pro­jek­t­woche durchge­führt. Malte Clausen leit­ete einen Work­shop zur Sen­si­bil­isierung für Ras­sis­mus und zur Funk­tion­sweise des Antizigan­is­mus an. Im Anschluss stand Rinal­do Strauß den Schü­lerin­nen und Schülern Rede und Antwort und führte durch die neue mobile Ausstel­lung des Lan­desver­bands “Der Weg der Sin­ti und Roma”, die während der Pro­jek­t­woche von den Ange­höri­gen der Schule besichtigt wer­den kön­nte.

Hier lesen Sie den Bericht des Darm­städter Echos.

Interview zum Auschwitz-Gedenktag

Interview_SchülerInnen_OberramstadtMitte Jan­u­ar haben Schü­lerin­nen und Schüler aus dem Poli­tik und Wirtschafts-Leis­tungskurs des 12. Jahrgangs der Georg-Christoph-Licht­en­bergschule in Ober-Ram­stadt ein Inter­view mit Rinal­do Strauß vom Lan­desver­band in unser­er Darm­städter Geschäftsstelle geführt. Das Inter­view ist Grund­lage für einen Film, den die Schü­lerin­nern und Schüler anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nation­al­sozial­is­mus am 27. Jan­u­ar erstellt haben.

8. Dezember: Tagung zu Z̶i̶g̶e̶u̶n̶e̶r̶bildern

Nach­trag vom 29. Jan­u­ar 2016: Nach dem Darm­städter Echo hat auch Renate Heß für Radio Darm­stadt einen Bericht über die Tagung veröf­fentlicht.

Am Di. 8. Dezem­ber 2015 fand die dritte Darm­städter Tagung gegen Antizigan­is­mus statt. Die Tagung im Jus­tus-Liebig-Haus wurde von Rinal­do Strauß vom Lan­desver­band und von Darm­stadts Ober­bürg­er­meis­ter Jochen Partsch eröffnet.

Auf der Tagung stellte zunächst der Autor Dr. Udo Eng­bring-Romang die neue mobile Ausstel­lung des Ver­bands “Der Weg der Sin­ti und Roma” vor, die hier auch erst­mals der Öffentlichkeit präsen­tiert wurde. Die Ausstel­lung richtet sich neben ein­er all­ge­meinen Öffentlichkeit beson­ders an Bil­dungsin­sti­tu­tio­nen.

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Am Nach­mit­tag stell­ten Wis­senschaft­lerIn­nen ihre Forschun­gen zu “Zige­unerbildern” und zur Bürg­er­recht­sar­beit der deutschen Sin­ti und Roma in Work­shops zur Diskus­sion. Auf dem Abschlusspodi­um debat­tierten dann Lan­despoli­tik­er und Bürg­er­rechtler über die Ergeb­nisse des Tages und die Frage, welche poli­tis­chen Maß­nah­men zur Bekämp­fung des Antizigan­is­mus ergrif­f­en wer­den kön­nen und sollen.

Auch das Darm­städter Echo berichtete über die Tagung

Pro­gramm der Tagung

10 Uhr Eröff­nung und Gruß­worte

10:30 Uhr Vorstel­lung des Pro­gramms und Einzelvorstel­lung der Work­shops

11 Uhr Ein­führungsrefer­at und kurze Führung durch die neue Ausstel­lung (Dr. Udo Eng­bring-Romang)

12 Uhr Mit­tagspause

13 Uhr Work­shop­phase

Work­shop 1: Diskri­m­inierungs­geschichte: Fotografis­che Kon­struk­tion des „Zige­uners“ (Dr. Frank Reuter)

Work­shop 2: Aktu­al­ität der Diskri­m­inierung: Zige­unerbilder in den Medi­en (Markus End)

Work­shop 3: Die Bürg­er­rechts­be­we­gung der deutschen Sin­ti und Roma (Daniela Gress)

Work­shop 4: Min­der­heit­en­poli­tik und der Blick der Mehrheits­ge­sellschaft auf Sin­ti und Roma nach 1945 (Irene Wach­tel)

15 Uhr Kaf­feep­ause

15:30 Uhr Gemein­sames Plenum mit Kurzvorstel­lung der Work­shop-Diskus­sio­nen und Ergeb­nisse

16:30 Uhr Abschlusspodi­um mit:

Willi van Ooyen (Frak­tionsvor­sitzen­der der LINKEN im Land­tag)
Cor­ra­do Di Benedet­to (Inte­gra­tionspoli­tis­ch­er Sprech­er der SPD im Land­tag)
Dr. Ralf-Nor­bert Bartelt (Sozialpoli­tis­ch­er. Sprech­er der CDU im Land­tag)
Romeo Franz (Geschäfts­führer der Hilde­gard-Lagrenne-Stiftung)
Rinal­do Strauß (Hes­sis­ch­er Lan­desver­band)
Mod­er­a­tion: Tina Dürr (beratungsNet­zw­erk gegen Rechts Hes­sen)

17:30 Uhr  Ende der Ver­anstal­tung

Fortbildung gegen Antiziganismus

Der Lan­desver­band hat am 4. und 5. Dezem­ber in Koop­er­a­tion mit dem AStA der Hochschule Darm­stadt einen zweitägi­gen Work­shop an der Hochschule Darm­stadt zum The­ma Päd­a­gogis­che Meth­o­d­en gegen Antizigan­is­mus mit Elisa Schmidt und Markus End ver­anstal­tet.

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An der Fort­bil­dung haben unter anderem Men­schen aus Ful­da, Mainz und Han­nover teilgenom­men. Elisa Schmidt und Markus End haben päd­a­gogis­che Meth­o­d­en aus einem von ihnen mitver­fassten Hand­buch vorgestellt, die für Antizigan­is­mus sen­si­bil­isieren, Vorurteile in Frage stellen und tradierte Denkmuster auf­brechen sollen. Mit diesem Rüstzeug wur­den die Teil­nehmenden in die Lage ver­set­zt, zukün­ftig selb­st Übun­gen durch­führen zu kön­nen, um antizigan­is­tis­che Denkmuster zu reflek­tieren und zu über­winden.

Die Fort­bil­dung wurde gefördert von der Stiftung „Erin­nerung, Ver­ant­wor­tung und Zukun­ft“ (EVZ).

 

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Im Gedenken an Anna Mettbach

Nachruf

Darm­stadt, den 24.11.2015

Wir trauern um Anna Met­tbach, die am ver­gan­genen Mon­tag im Alter von 89 Jahren von uns gegan­gen ist.

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Anna Met­tbach mit Hes­sens Min­is­ter­präsi­dent Volk­er Bouffi­er und dem Vor­sitzen­den des Lan­desver­ban­des Adam Strauß bei der Ver­lei­hung des Bun­desver­di­en­stkreuzes 2012

Anna Met­tbach wurde 1926 in Ulfa (Wet­ter­au) geboren und 1942 als Sechzehn­jährige von Schwe­in­furt aus nach Auschwitz ver­schleppt. 1944 wurde sie in das Konzen­tra­tionslager Ravens­brück ver­bracht und musste bei Siemens in Wolken­burg (Sach­sen) Zwangsar­beit leis­ten. Kurz vor Kriegsende wurde sie auf einen Todes­marsch in das Konzen­tra­tionslager Dachau geschickt.

Zu den unmen­schlichen Grausamkeit­en, die ihr und ihrer Fam­i­lie ange­tan wur­den, schwieg sie lange Zeit. Der Völk­er­mord an den Sin­ti und Roma wurde in der Nachkriegszeit ver­leugnet, ver­tuscht und gerecht­fer­tigt. So lehnte etwa Anna Met­tbachs Krankenkasse die von ihr beantragte Kostenüber­nahme für die Ent­fer­nung der in Auschwitz ein­tä­towierten Häftlingsnum­mer mit der Begrün­dung ab, es würde sich um eine Schön­heit­sop­er­a­tion han­deln.

Als sich Anfang der Neun­ziger Jahre aus­län­der­feindliche Stim­mung bre­it­machte und Asyl­be­wer­ber ermordet wur­den, sah es Anna Met­tbach als ihre Pflicht an, vor jun­gen Men­schen über ihre Erleb­nisse zu sprechen, um dem erneuten Aufkom­men eines Faschis­mus ent­ge­gen­zuwirken.

Über viele Jahre hat unser Ver­band mit Anna Met­tbach in vielfach­er Hin­sicht zusam­mengear­beit­et, bei der Aufk­lärungsar­beit in Schulen und auch auf Gedenkver­anstal­tun­gen. Die Zeitzeu­gen­filme, die der Ver­band mit ihr erstellt hat, wur­den an alle Schulen in Süd­hessen ver­schickt. Als eine der weni­gen Über­leben­den hat sie ihre Lebens- und Lei­dens­geschichte in Zusam­me­nar­beit mit dem Mitar­beit­er des Lan­desver­bands Josef Behringer in einem Buch veröf­fentlicht.

Für ihre Bürg­er­recht­sar­beit ist Anna Met­tbach mit dem Bun­desver­di­en­stkreuz und 2012 auch mit der Hed­wig-Burkheim-Medaille der Uni­ver­sitätsstadt Gießen aus­geze­ich­net wor­den. Anlässlich der Ver­lei­hung sagte sie: „So lange ich Atem habe, werde ich meine Stimme erheben für die, die keine Stimme mehr haben, die man im Gas erstickt hat, darunter auch meine Geschwis­ter, meine Fam­i­lie und meine Fre­unde.“

Unser Ver­band wird Anna Met­tbachs Andenken in großer Dankbarkeit bewahren.

Teilnahme am Tag der deutschen Einheit

Anlässlich des 25. Jahrestags der Wiedervere­ini­gung nahm unser Lan­desvor­sitzen­der Adam Strauß an den Feier­lichkeit­en zum 3. Okto­ber in Frank­furt am Main teil.

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Adam Strauß und Clau­dia Roth (Vizepräsi­dentin des Bun­destags)

Bildungsförderung für Sinti und Roma

Der Lan­desvor­sitzende informiert darüber, dass es bei der von unseren Men­schen gegrün­de­ten Hilde­gard Lagrenne Stiftung die Möglichkeit gibt, eine Förderung für Bil­dung zu beantra­gen. Alle Sin­ti und alle Roma kön­nen bei der Stiftung Zuschüsse zu Aus­bil­dung, Fort­bil­dung und Weit­er­bil­dung und zur Stu­di­en­vor­bere­itung erhal­ten. Wenn ihr euch an die Stiftung wen­det, kann sie nach passenden Stipen­di­en­pro­gram­men suchen und euch bei diesem Antrag unter­stützen. Die Stiftung kann auch selb­st Stipen­di­en vergeben.

Für weit­ere Fra­gen wen­det euch bitte an die Hilde­gard-Lagrenne-Stiftung.

Parlamentarischer Abend

Am 21. Sep­tem­ber fand der Par­la­men­tarische Abend 2015 im Hes­sis­chen Land­tag statt. Für den Ver­band nahm der Vor­sitzende Adam Strauß teil. Mit den Vertreterin­nen und Vertretern der Land­tags­frak­tio­nen und der Lan­desregierung hat sich der Vor­sitzende zu ver­schiede­nen aktuellen The­men und Anliegen aus­ge­tauscht.

Unser Landesvorsitzender Adam Strauß mit Hessens Innenminister Peter Beuth
Adam Strauß mit Hes­sens Innen­min­is­ter Peter Beuth