Anlässlich des 25. Jahrestags der Wiedervereinigung nahm unser Landesvorsitzender Adam Strauß an den Feierlichkeiten zum 3. Oktober in Frankfurt am Main teil.

Der Landesvorsitzende informiert darüber, dass es bei der von unseren Menschen gegründeten Hildegard Lagrenne Stiftung die Möglichkeit gibt, eine Förderung für Bildung zu beantragen. Alle Sinti und alle Roma können bei der Stiftung Zuschüsse zu Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung und zur Studienvorbereitung erhalten. Wenn ihr euch an die Stiftung wendet, kann sie nach passenden Stipendienprogrammen suchen und euch bei diesem Antrag unterstützen. Die Stiftung kann auch selbst Stipendien vergeben.
Für weitere Fragen wendet euch bitte an die Hildegard-Lagrenne-Stiftung.
Am 21. September fand der Parlamentarische Abend 2015 im Hessischen Landtag statt. Für den Verband nahm der Vorsitzende Adam Strauß teil. Mit den Vertreterinnen und Vertretern der Landtagsfraktionen und der Landesregierung hat sich der Vorsitzende zu verschiedenen aktuellen Themen und Anliegen ausgetauscht.

Heute startet die bislang größte Umfrage zu Diskriminierungen, die es bisher in Deutschland gegeben hat.

Jede in Deutschland lebende Person kann sich online an der Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) beteiligen: zur Umfrage
Radio Darmstadt hat im Rahmen seiner Sendungsreihe “Gegen das Vergessen” zwei Sendungen zum gesellschaftlichen Antiziganismus produziert.

Die erste der beiden Sendungen wurde am 24. August erstausgestrahlt. Die Redakteure haben antiziganistische Gesänge bei der Aufstiegsfeier des SV Darmstadt 98 zum Anlass genommen, sich mit Antiziganismus im allgemeinen, aber auch mit Rassismus in Stadien zu beschäftigen.
Neben dem Wissenschaftler Dr. Udo Engbring-Romang und dem Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch kommt auch Rinaldo Strauß vom Landesverband in dem Beitrag zu Wort.
Der Beitrag kann hier nachgehört werden (Sendung vom 24.08.2015)
Weitere Informationen zur Sendung finden Sie hier.
Der Landesverband unterstützt Mieter in Bad Hersfeld, die zu unserer Minderheit gehören. Mit teils schwerwiegenden baulichen Mängeln wurden sie über Jahre von ihrer Vermieterin, der Stadt Bad Hersfeld, im Regen stehen gelassen. Nachdem sich die Mieter bei uns gemeldet hatten, haben wir am 23. Juli 2015 gemeinsam mit ihnen sowie Vertretern der Wohnungsbaugenossenschaft und der Stadt eine Ortsbesichtigung unternommen und dabei die Mängel aufgenommen. So müssen bspw. Wege geplastert und Grundstücke entwässert werden. Die Beseitigung der Mängel wird jetzt zum Teil vom Eigentümer, zum Teil von der Vermieterin übernommen. Wir werden weiterhin die Verantwortlichen dazu anhalten, die Mängel zeitnah und gründlich auszubessern. Die Angehörigen unserer Minderheit dürfen nicht als Mieter zweiter Klasse behandelt werden, sondern haben die gleichen Rechte und Pflichten wie andere Deutsche auch.
Als Vertreter des Landesverbands nahm Rinaldo Strauß an der Verleihung des Hessischen Friedenspreis am Freitag, dem 17. Juli, im Musiksaal des Hessischen Landtags teil. Mit dem Preis wurde das Engagement der russischen Friedenskaktivistin Ella Mikhaylovna Polyakova gewürdigt, die die Vorsitzende der “Soldatenmütter von St. Petersburg” ist.
Am 6. Juli 2015 nahm der Verband am “Tag der Vielfalt” an der Alfred-Delp-Schule in Dieburg teil, bei dem Vertreter verschiedener gesellschaftlichen Gruppen zu den Themen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus sprachen.
Für den Landesverband nahm Rinaldo Strauß teil, der den Schülerinnen und Schülern die Geschichte und Gegenwart der deutschen Sinti und Roma näherbrachte. Er und sein Mitarbeiter Malte Clausen stellten die Arbeit des Landesverbands vor und diskutierten mit den Teilnehmenden über Antiziganismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Allgemeinen.
Am 13. Juni haben Darmstädter Sinti eine Gedenkfahrt in das ehemalige Konzentrationslager Dachau unternommen. Dort wurden über 200.000 Menschen unter grausamsten Bedingungen gefangen gehalten und über 40.000 Menschen ermordet. Unter den Gefangenen waren auch enge Angehörige der teiln
ehmenden Sinti.
Für die Jugendlichen, die auch an der Busreiseteilnahmen, war es eine interessante und lehrreiche Erfahrung. Ein Experte für das Thema NS-Verfolgung von Sinti und Roma führte die Gruppe durch das ehemalige Konzentrationslager.
Eine Teilnehmerin sagte:
Wenn ich den großen Schornstein auf dem Dach sehe, kann ich nicht verstehen, dass sowas möglich war und keiner was gewusst haben will.
Der Landesverband hat die Gedenkfahrt in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung unterstützt.
Am 9. Juni zeigte der Verband in Kooperation mit der Stadt sowie der Studierendenvertretung (AStA) der Hochschule Darmstadt den Film “Bis zum Ende der Welt” im Programmkino Rex. In dem Film von Matthias Tiefenbacher (D 2014) findet die vereinsamte Maria Nikolai (Christiane Hörbinger) durch den jungen Rom Bero (Samy Abdel Fattah) zurück zur Freude am Leben. Als begeisterte Musikerin erkennt und fördert sie seine musikalische Begabung; doch dafür muss sie zunächst ihre Vorurteile gegenüber der zugezogenen Familie in Frage stellen.
Vor dem Film hielten der AStA der Hochschule Darmstadt sowie der Landesverband ein Grußwort.
Im Anschluss gab es für alle Anwesenden die Möglichkeit, gemeinsam über den Film zu diskutieren. 
Am 21. Mai hielt der Historiker Dr. Udo Engbring-Romang einen Vortrag zur Inhaftierung und Verschleppung von als “Zigeuner” gebrandmarkten Sinti und Roma vor 75 Jahren. Herr Engbring-Romang beleuchtete insbesondere die Rolle der Darmstädter Kriminalpolizei bei diesem staatlichen Verbrechen, das als Auftakt zum Völkermord an den Sinti und Roma gelten kann.

Vor dem Vortrag des Historikers sprachen Frau Stadträtin Iris Behr für die Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie Herr Rinaldo Strauß für den Landesverband ein Grußwort.