Am 16. März 2015 wurde der Gießener Sinti gedacht, die vor 72 Jahren in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurden. An der Stunde der Erinnerung und Mahnung im Rathaus und am Mahnmal am Berliner Platz nahm für den Landesverband Rinaldo Strauß teil, der in seinem Grußwort daran mahnte, solche Verbrechen in Zukunft zu verhindern.
Rinaldo Strauß hielt auf dem Kulturtag der Sinti und Roma am 15. März in Darmstadt als Vertreter des Landesverbands eine Rede. An der Veranstaltung des Kulturinstituts Atelierhaus Vahle nahmen unter anderem Prof. Wilhelm Solms, Vorsitzender der Gesellschaft für Antiziganismusforschung und Romeo Franz, Geschäftsführer der Hildegard-Lagrenne-Stiftung, teil.
Am vergangenen Dienstag, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des NS-Regimes, hat der Verband an 4 Veranstaltungen teilgenommen.
Um 11 Uhr wurden im Hauptbahnhof in Marburg die Gedenkbänder zur Erinnerung an die Deportation der Marburger Juden und Sinti enthüllt. Romano Strauß hielt zu diesem Anlass eine Rede.
Um 14 Uhr nahm unser Vorsitzender Adam Strauß am Gedenken der Stadt Kassel sowie ab 17 Uhr an der zentralen Gedenkveranstaltung des Landes Hessen, ebenfalls in Kassel, teil.
Unsere mobile Ausstellung zur Verfolgung der Sinti und Roma in Hessen war vom 27. Januar bis 21. Februar im Bonifatiushaus in Fulda zu sehen und konnte werktags zwischen 9 und 18 Uhr kostenfrei besucht werden.
Am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, wurde die Ausstellung ab 19 Uhr feierlich eröffnet. Nach der Begrüßung durch Dr. Irena Ostmeyer von der Gesellschaft CJZ hielt Rinaldo Strauß von Seiten des Verbandes ein Grußwort und im Anschluss der Historiker Dr. Udo Engbring-Romang einen Einführungsvortrag zur Ausstellung.
Am 28. November wurde der Bundeskanzlerin die Wilhelm-Leuschner-Medaille durch den Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier in Wiesbaden verliehen. Am Festakt nahm auch unser Vorsitzender Adam Strauß teil.
Am 26. November fand in Bad Hersfeld nach Darmstadt und Wächtersbach der dritte Infoabend des Verbands im Herbst 2014 statt.
Wir berichteten über unsere aktuelle Arbeit, insbesondere über unseren Kampf gegen rassistische NPD-Plakate, unseren Einsatz für die ewige Ruhe für NS-Verfolgte und den Abschluss der Rahmenvereinbarung mit dem Land Hessen aus dem Frühjahr.
Nach dem Informationsteil wurde von uns eine Beratung zu sozialen und politischen Fragen angeboten.
Außerdem stellte der Verband seine Publikationen vor.
Am Donnerstag, 13. November, fand ein weiterer Informationsabend des Verbands für die Menschen unserer Minderheit statt, dieses Mal im Bürgerhaus in Wächtersbach.
Wie schon in Darmstadt Ende Oktober haben wir unter anderem über die Themen Ewige Ruhe für NS-Verfolgte, die Rahmenvereinbarung des Verbands mit dem Land Hessen von diesem Frühjahr sowie die antiziganistischen NPD-Plakate gesprochen.
Anschließend haben wir Fragen und Probleme vor Ort miteinander diskutiert.
Die Ausstellung wird bis zum 21. November verlängert
Die Oberhessische Presse hat einen ausführlichen Artikel zur Ausstellung verfasst.
Auch das Sonntag Morgenmagazin hat einen Artikel veröffentlich: Artikel als pdf
An der Ausstellungseröffnung nahmen unter anderem der Landesvorsitzende Adam Strauß (2.v.l.) und der Autor Dr. Udo Engbring-Romang teil (1.v.l.). Bild: nh24
Unsere mobile Ausstellung “Hornhaut auf der Seele – Die Geschichte der Verfolgung der Sinti und Roma in Hessen” wird im Foyer des Landratsamts in Marburg in der Zeit vom 4.11. bis zum 14.11.2014 [verlängert bis zum 21.11.!] gezeigt. Sie dokumentiert vor allem die Verfolgung der Sinti und Roma während des Nationalsozialismus, beginnend mit rassistischer Ausgrenzung, fortgesetzt mit Internierungen, Verhaftungen und Vertreibungen, endend im Völkermord an rund 500.000 Menschen in ganz Europa, darunter rund 80 Sinti aus dem Gebiet des heutigen Landkreises Marburg-Biedenkopf.
Zur Eröffnung der Ausstellung am 4. November führte Dr. Udo Engbring-Romang in das Thema ein. Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung vom Cellisten Gerd Schiebel.
Der Landesverband hat am Do., 30. Oktober 2014, einen Informationsabend für die Sinti und Roma in Darmstadt im Justus-Liebig-Haus veranstaltet. Weitere Informationsabende in anderen hessischen Städten werden folgen, zunächst im November in Wächtersbach und Bad Hersfeld.
Themen des Informationsabends waren unter anderem die ewige Ruhe für NS-Verfolgte, die Rahmenvereinbarung des Verbands mit dem Land Hessen von diesem Frühjahr sowie die antiziganistischen NPD-Plakate.
Gemeinsam mit dem Darmstädter Oberbürgermeister und Amnesty International Darmstadt hat unser Landesverband am 23. September im Justus-Liebig-Haus den Film “Just the wind” gezeigt. Der Film beschreibt das Schicksal einer Roma-Familie und das Erstarken des Antiziganismus in Ungarn. Auf der Berlinale 2012 wurde der Film mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Vor der Filmvorführung sprachen Herr Müller von Amnesty Darmstadt, der Oberbürgermeister Jochen Partsch und der Mitarbeiter unseres Landesverbandes Rinaldo Strauß Grußworte.
Mit etwa 100 Gästen war die Veranstaltung gut besucht.
Grußworte vom OB Jochen Partsch und von Rinaldo Strauß vom Landesverband