Gedenkveranstaltung anlässlich des europäische Gedenktages für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 ermordete die SS alle im soge­nan­nten “Zige­uner­lager” Auschwitz-Birke­nau II e verbliebe­nen Sin­ti und Roma. Allein in dieser Nacht star­ben cir­ca 4.300 Men­schen, ins­beson­dere Kinder, Alte und Per­so­n­en, die als nicht mehr arbeits­fähig eingestuft wur­den, in den Gaskam­mern.

Der 2. August wurde zum europäis­chen Gedenk­tag für die im Nation­al­sozial­is­mus ermorde­ten Sin­ti und Roma. Auch in diesem Jahr erin­nerte der Hes­sis­che Lan­desver­band zusam­men mit der Stadt Darm­stadt an die Sin­ti und Roma, die während des Nation­al­sozial­is­mus entrechtet, ver­fol­gt und ermordet wur­den.

Für die Stadt Darm­stadt sprach Bürg­er­meis­terin Bar­bara Akd­eniz. Der Hes­sis­che Lan­desver­band wurde von Rinal­do Strauß vertreten. Die Kranznieder­legung wurde durch das Sun­ny Franz Duo begleit­et.

Hessischer Landesverband besucht internationale Jugendbegegnung in Kassel

Sehr gefreut hat sich der Hes­sis­che Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma über eine Anfrage aus Kas­sel. Hier traf sich im Juli eine Gruppe von cir­ca 20 Jugendlichen aus Griechen­land, Ital­ien, Spanien, Polen und Deutsch­land im Alter zwis­chen 16 – 25 Jahren, um sich über die The­men Min­der­heit­en­schutz, Aus­gren­zung sowie das Bewahren von „Kul­tur“ und Tra­di­tion auszu­tauschen.

Als lokale Inter­essen­vertre­tung von Ange­höri­gen der größten Min­der­heit in Europa, war das Inter­esse der Jugendlichen und jun­gen Men­schen groß, als Fati­ma Stieb für den Hes­sis­chen Lan­desver­band die Gruppe im Jugend­haus besuchte. Bei dem 2 1/2 stündi­gen Gespräch ging es vor allem darum grundle­gen­des Wis­sen darüber zu ver­mit­teln, wer Sin­ti und Roma sind, mit welchen Schwierigkeit­en sie auf Grund von Diskri­m­inierung kon­fron­tiert sind und welche Wün­sche Min­der­heit­sange­hörige an die Gesamt­ge­sellschaft haben.
Während des Aus­tausch trat­en einige Vorurteile und Unwis­sen über die Min­der­heit zu Tage, die jedoch im Gespräch miteinan­der aus­geräumt wer­den kon­nten.

Fortbildung zum Thema Antiziganismus bei der Polizei Frankfurt

Bere­its im let­zten Jahr hat die Frank­furter Polizei Fort­bil­dungs­be­darfe zum The­menkom­plex Antizigan­is­mus angemeldet. Nach ein­er erfol­gre­ichen Ver­anstal­tung im Sep­tem­ber let­zten Jahres wurde die Fort­bil­dung nun am 20. Juli wieder­holt. Gemein­sam mit dem Bil­dungs­fo­rum gegen Antizigan­is­mus aus Berlin und dem Fördervere­in Roma aus Frank­furt gestal­tete der Hes­sis­che Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma den ganztägi­gen Work­shop, indem grundle­gende Ken­nt­nisse über die Diskri­m­inierungs­form Antizigan­is­mus ver­mit­telt wur­den. Zudem wurde eine Reflex­ion der eige­nen polizeilichen Prax­is sowie der Rolle der Insti­tu­tion Polizei angestoßen.

Veranstaltungsreihe zum Thema “Women and Race” im Mai und Juni

Im Rah­men der Ver­anstal­tungsrei­he Women and Race von Vielt­falt bildet! Ras­sis­muskri­tis­che Bil­dungsar­beit gemein­sam gestal­ten im Prax­is­la­bor des Insti­tuts für all­ge­meine Päd­a­gogik und Beruf­späd­a­gogik der TU Darm­stadt beteiligte sich der Hes­sis­che Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma als Koop­er­a­tionspart­ner und gestal­tete im Beson­deren die Ver­anstal­tung am 06. Juni mit.

Katha­ri­na Rhein vom Hes­sis­chen Lan­desver­band mod­erierte die Ver­anstal­tung am 6. Juni mit dem Titel “Von der Fremd- zur Selb­strepräsen­ta­tion: Insze­nierte Alter­ität von “Zigeunerin”-Figuren” sowie die anschließende Diskus­sion­srunde.
Prof. Dr. Kirsten van Hagen der Jus­tus-Liebig-Uni­ver­sität in Gießen und Ver­e­na Lehman von Rom­noKher Mannheim sprachen in ihren Vorträ­gen jew­eils über die antizigan­is­tis­chen Vorstel­lun­gen der Mehrheits­ge­sellschaft und gaben span­nende Ein­blicke in deren Usprung und Ver­bre­itung über die Medi­en.

In der Ver­anstal­tungsrei­he Woman and Race wurde die Ver­schränkung von Geschlecht und Ras­sis­mus aus ver­schiede­nen Blick­winkeln beleuchtet. So ent­standen vier Ver­anstal­tun­gen mit unter­schiedlichen Schw­er­punk­ten, die von den weit­eren Kooperationspartner*innen Roza-Kur­dis­ch­er Frauen­rat Darm­stadt, der Ini­tia­tive Schwarze Men­schen in Deutsch­land sowie Gin­Co e.V. aus­gestal­tet wur­den.

Podiumsdiskussion Krieg Flucht, Bildung

Am 27. Juni ver­anstal­tete das Pro­jekt Vielfalt bildet! der TU Darm­stadt eine Podi­ums­diskus­sion zum The­ma Krieg, Flucht, Bil­dung im Café AstA 221qm in Darm­stadt.
Der Hes­sis­che Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma ist Koop­er­a­tionspart­ner von Vielfalt bildet! und gestal­tete gemein­sam mit den weit­eren Kooperationpartner*innen von Gin­Co e.V., der Ini­tia­tive Schwarze Men­schen in Deutsch­land e.V. und Roza-Kur­dis­ch­er Frauen­rat Darm­stadt eine span­nende Diskus­sion­srunde zum The­ma Flucht und Bil­dung. Katha­ri­na Rhein, wis­senschaftliche Mitar­bei­t­erin des Hes­sis­chen Lan­desver­band mod­erierte gemein­sam mit Ece Kaya der TU Darm­stadt die Ver­anstal­tung und arbeit­ete die unter­schiedlichen Per­spek­tiv­en der gelade­nen Gesprächspartner*innen her­aus.

Cir­ca 50 Per­so­n­en fol­gten der Diskus­sion vor Ort und online. Es enstand ein viel­seit­iger und angeregter Aus­tausch zum The­ma, in dem ein­er­seits die Indi­vid­u­al­ität von Fluchtur­sachen und Bil­dungswe­gen und ander­er­seits die struk­turelle Benachteili­gung in Bil­dungssys­te­men her­aus­gear­beit­et wur­den. Mit Dr. Yücel Meheroglu von der Meldestelle Antizigan­is­mus in Berlin fand die (Bildungs-)Situation von geflüchteten ukrainis­chen Roma in beson­derem Maße Beach­tung. So kon­nte neben Anti-Schwarzem Ras­sis­mus und der sen­si­blen Lage von Kindern im Kon­text von Krieg, Flucht und Bil­dung auch auf den The­menkom­plex Antizigan­is­mus einge­gan­gen wer­den.

Vorträge an Schulen und Hochschulen im Juni

Im Juni war der Hes­sis­che Lan­desver­band mit dem Vor­trag “Wie “Zige­uner“bilder einen Völk­er­mord möglich machen kön­nen” an ver­schiede­nen Hes­sis­chen Bil­dung­sein­rich­tun­gen.
Am 1. Juni sprach Rinal­do Strauß, stel­lvertre­tender Geschäfts­führer des Hes­sis­chen Lan­desver­band, an der Uni­ver­si­ty of Applied Sci­ences in Frank­furt vor Studieren­den der Sozialen Arbeit. Sie hat­ten sich in den Kurs “Antizigan­is­mus” eingewählt und vor­ab bere­its die Ausstel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma” im Stad­tRAUM in Frank­furt besucht. Die kleine Gruppe um die Dozentin Leena Höhn zeigte sich inter­essiert und refelk­tierte gemein­sam mit Rinal­do Strauß die Rolle er Sozialen Arbeit im The­men­feld Antizigan­is­mus.

Bere­its am darauf­fol­gen­den Mon­tag, den 05. Juni war eine Ver­anstal­tung mit dem Kaiserin-Friedrich Gym­na­si­um in Bad Hom­burg geplant. 250 Schüler*innen fan­den sich in der Aula der Schule ein, um den Vor­trag von Rinal­do Strauß zu hören. Der Vor­trag the­ma­tisierte die jahun­derteal­ten antizigan­is­tis­chen Bilder der Mehre­heits­ge­sellschaft auf die Min­der­heit und zeich­nete die Ver­fol­gung und Diskri­m­inierung bis hin zum Völk­er­mord nach. Anschließend wurde der 20-minütige Kurz­film des Hes­sis­chen Lan­desver­band “Alt­tags­diskri­m­inierung” gezeigt, in dem Ange­hörige der Min­der­heit zu Wort kom­men. Daraus ergab sich eine angeregte Frage- und Gespräch­srunde mit den Schüler*innen.

Am Nach­mit­tag des sel­ben Tages fol­gte Rinal­do Strauß der Ein­ladung von Han­nah Heck­er nach Ful­da, die eben­falls für den Fach­bere­ich Soziale Arbeit an der Hochschule Ful­da den Kurs “Antizigan­is­mus in der Sozialen Arbeit” anbi­etet. Die Studieren­den kon­nten während des Vor­trags Rück­fra­gen stellen und sich grundle­gen­des Wis­sen über Antizigan­is­mus und die Rolle der Sozialen Arbeit vor, während und nach dem Nation­al­sozial­is­mus aneignen.

Unterzeichnung des Mietvertrags für das neue Zentrum des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Hessen in Darmstadt / OB Partsch: „Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt Sinti und Roma und den Kampf gegen Antiziganismus“

Quelle: Wis­senschaftsstadt Darm­stadt

Am heuti­gen Mittwoch (7.) unterze­ich­neten die Wis­senschaftsstadt Darm­stadt und der Ver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma, Lan­desver­band Hes­sen den Mietver­trag für das geplante hes­sen­weite Zen­trum gegen Antizigan­is­mus, das nach der Gießen­er Holo­caust-Über­leben­den und Bürg­er­recht­lerin Anna Met­tbach benan­nt wer­den soll.

Das neue Zen­trum des Hes­sis­chen Lan­desver­ban­des wird im Erdgeschoss der städtis­chen Räum­lichkeit­en in der Grafen­straße 30 errichtet und soll zum 1. Sep­tem­ber 2025 bezo­gen wer­den. Der Mietver­trag sieht eine Miet­dauer von zunächst 10 Jahren mit der Option zur Ver­längerung vor. Bere­its am 17. Mai hat der Mag­is­trat der Wis­senschaftsstadt Darm­stadt – in Anlehnung an den Staatsver­trag des Lan­desver­ban­des mit dem Land Hes­sen – die langfristige Unter­stützung des Zen­trums und der Dauer­ausstel­lung des Hes­sis­chen Lan­desver­ban­des beschlossen und die jährliche städtis­che Förder­summe für den Betrieb des Zen­trums erhöht. Damit schafft die Stadt zusät­zliche Pla­nungssicher­heit für die Arbeit des Hes­sis­chen Lan­desver­ban­des.

Ober­bürg­er­meis­ter Jochen Partsch unter­stre­icht die Notwendigkeit der Aufar­beitung der Ver­fol­gung der Sin­ti und Roma: „In unser­er Gesellschaft gibt es weit­er­hin zu wenig Bewusst­sein für das schwere Unrecht, das den Sin­ti und Roma in ihrer über 600-jähri­gen Geschichte im deutschsprachi­gen Raum ange­tan wurde. Nur wenige Ange­hörige der Min­der­heit über­lebten den nation­al­sozial­is­tis­chen Völk­er­mord. Nach der Rück­kehr aus den Todeslagern mussten sie erleben, wie die an ihnen und ihren Fam­i­lien began­genen Men­schheitsver­brechen in der Nachkriegszeit ver­schwiegen und ver­leugnet, teil­weise sog­ar gerecht­fer­tigt wur­den. Die trau­rige Wahrheit ist, dass die NS-Ver­fol­gten in der Bun­desre­pub­lik erneut diskri­m­iniert und an den Rand der Städte und Gemein­den gedrängt wur­den. Erst die Bürg­er­rechts­be­we­gung deutsch­er Sin­ti und Roma, in Hes­sen vor allem der Lan­desver­band, hat seit vier Jahrzehn­ten wichtige Impulse für die Aufar­beitung der Ver­fol­gungs­geschichte und für eine gle­ich­berechtigte Teil­habe am gesellschaftlichen Leben für Men­schen mit Sin­ti- oder Roma-Hin­ter­grund geliefert. Wir sind stolz darauf, dass der Hes­sis­che Lan­desver­band seinen Sitz in Darm­stadt gewählt hat. Die vielfältige Koop­er­a­tion der ver­gan­genen Jahre wer­den wir aus­bauen und ver­steti­gen. Wir unter­stützen Sin­ti und Roma und den Kampf gegen Antizigan­is­mus.“

Der Vor­sitzende des Hes­sis­chen Lan­desver­ban­des, Adam Strauß, betont die Wichtigkeit, entsch­ieden gegen Antizigan­is­mus vorzuge­hen: „Auch heute noch erleben unsere Men­schen starke Aus­gren­zung und Diskri­m­inierung. In vie­len europäis­chen Län­dern leben Ange­hörige der Sin­ti und Roma in bit­ter­er Not und sind mas­siv­en Vorurteilen aus­ge­set­zt. Und auch in Deutsch­land sind die Vorurteile und der Hass lei­der noch immer sehr weit ver­bre­it­et. Das merken wir an fast jedem Tag. Deswe­gen haben wir als Hes­sis­ch­er Lan­desver­band seit langer Zeit dafür gekämpft, an einem zen­tralen Ort in Hes­sen Bil­dungs- und Aufk­lärungsar­beit zum The­ma Antizigan­is­mus leis­ten zu kön­nen. Die Stadt Darm­stadt und Ober­bürg­er­meis­ter Jochen Partsch unter­stützen den Hes­sis­chen Lan­desver­band seit vie­len Jahren, die Stadt ist für uns eine wichtige Koop­er­a­tionspart­ner­in. Der nun gefun­dene Ort in der Grafen­straße ist ein würdi­ger Stan­dort für unser Anna-Met­tbach-Zen­trum. Wir hof­fen darauf, dass viele Men­schen aus Darm­stadt, Hes­sen und deutsch­landweit das Ange­bot wahrnehmen wer­den. Wir schaf­fen einen Ort, an dem sich Ange­hörige der Min­der­heit und Ange­hörige der Mehrheit auf Augen­höhe begeg­nen kön­nen. Es geht darum, dass wir gemein­sam Demokratie und Men­schen­rechte für alle Men­schen in unser­er Gesellschaft gegen den recht­en Pop­ulis­mus vertei­di­gen.“

Ker­nele­ment des Zen­trums ist eine Dauer­ausstel­lung, die Wis­sen zur Ver­fol­gungs­geschichte der Sin­ti und Roma und zum Antizigan­is­mus für alle inter­essierten Men­schen in Hes­sen und darüber hin­aus ver­mit­telt. Das Zen­trum wird auch Raum für Begeg­nung und Aus­tausch bieten. Zu den Ziel­grup­pen gehören Schü­lerin­nen und Schüler und Studierende, außer­dem sind Fort­bil­dun­gen für Lehrkräfte sowie für andere Beruf­s­grup­pen vorge­se­hen, z.B. für Polizeikräfte oder Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er von Behör­den. Auch Selb­strepräsen­ta­tio­nen von Ange­höri­gen der Min­der­heit der Sin­ti und Roma sind Teil der Ausstel­lung.

Ausstellungseröffnung von “Der Weg der Sinti und Roma” an der Hochschule in Darmstadt

Am 31.05. eröffnete der Hes­sis­che Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma in Koop­er­a­tion mit dem Fach­bere­ich “Soziale Arbeit” der Hochschule Darm­stadt nach langer Pla­nung die mobile Ausstel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma”.

Die Ausstel­lung hat­te bere­its 2020 an der Hochschule in Darm­stadt aus­gestellt wer­den sollen. Doch durch die Coro­na-Pan­demie und andere Unwegsamkeit­en musste die Eröff­nung ver­schoben wer­den. Umso mehr freute es alle Beteiligten, dass die Ausstel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma” nicht zulet­zt wegen des großen Engage­ments von Prof. Dr. Juli­ka Bür­gin nun für die kom­menden sechs Wochen an der Hochschule zu sehen sein wird.

Noch vor der offieziellen Eröff­nung führte Dr. Katha­ri­na Rhein, wis­senschafliche Mitar­bei­t­erin beim Hes­sis­chen Lan­desver­band, in ein­er exk­lu­siv­en Presse­führung die Vertreter*innen von lokalen und über­re­gionalen Zeitun­gen durch die Ausstel­lung. Anschließend eröffneten Prof. Dr. Chris­t­ian Brütt, Dekan des Fach­bere­ichs Soziale Arbeit, Prof. Dr. Nicole Saenger, Vize-Präsi­dentin der Hochschule Darm­stadt, Rinal­do Strauß, stel­lvertre­tender Geschäfts­führer des Hes­sis­chen Lan­desver­bands Deutsch­er Sin­ti und Roma und Prof. Dr. Juli­ka Bür­gin mit kurzen Gruß­worten die Ausstel­lung.
Die Anwe­senden kon­nten direkt im Anschluss durch die Ausstel­lung gehen und sich dabei entwed­er von den Mitar­bei­t­en­den des Lan­desver­bands oder anhand der Audio­gu­ides zur Ausstel­lung leit­en lassen.

Für den Zeitraum, in dem die Ausstel­lung an der Hochschule zu sehen ist, hat Frau Bür­gin ein abwech­slungsre­ich­es Begleit­pro­gramm erar­beit­et, welch­es ver­schiedene Vorträge und Exkur­sio­nen bein­hal­tet. Das Begleit­pro­gramm startete jedoch direkt am Tag der Eröff­nung mit ein­er Filmvor­führung des Doku­men­tarfilms von “Der lange Weg der Sin­ti und Roma” von Adri­an Oeser der 2022 mit dem Men­schen­recht­spreis aus­geze­ich­net wurde. Dieser run­dete die gelun­gene Eröff­nung ab.

Über die Eröff­nung berichtete die Frank­furter Rund­schau, das Darm­städter Echo sowie das Mag­a­zin für ange­wandte Wis­senschaft und Kun­st.

Multiplikator*innen Fortbildung zu “Antiziganismus in Alltag und Beruf” für das AdiNet Rhein-Main

Am 11. Mai fand im Rah­men der Ausstel­lung der mobilen Ausstel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma” im Amt für mul­ti­kul­turelle Angele­gen­heit­en eine Fort­bil­dung für das Antidiskri­m­inierungsnet­zw­erk Rhein-Main in den Räu­men des Stad­tRAUMs in Frank­furt statt.

In der Fort­bil­dung zum The­ma “Antizigan­is­mus in All­t­ag und Beruf” kon­nten Mit­glieder des AdiNet Rhein-Main und alle Inter­essierten sich grundle­gende Ken­nt­nisse zur Diskri­m­inierungs­form Antizigan­is­mus aneignen. Angere­ichert wurde die Fort­bil­dung durch einen Vor­trag von Rinal­do Strauß, stel­lvertre­tender Geschäfts­führer der Hes­sis­chen Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma. Zudem gab es die Möglichkeit in inter­ak­tiv­en Meth­o­d­en die eige­nen Vorstel­lun­gen auf den Prüf­s­tand zu stellen und mit anderen in der Antidiskri­m­inierungsar­beit Täti­gen darüber in den Aus­tausch zu gehen. Beson­ders wichtig war dabei die Arbeit mit Fall­beispie­len aus der täglichen Arbeit sowie der Aus­tausch über Unter­stützung von Betrof­fe­nen von Antizigan­is­mus.

Die Fort­bil­dung kon­nte in einem schö­nen Rah­men inmit­ten der Auf­stellertafeln der mobilen Ausstel­lung stat­tfind­en. Dies regte einige Teil­nehmende dazu an, nach der Fort­bil­dung noch für die öffentliche Führung durch die Ausstel­lung zu bleiben, die von Rinal­do Strauß und Alice Reitz durchge­führt wurde.