2. August, Holocaust-Gedenktag für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma

An unserem Mah­n­mal in Darm­stadt, fand eine Gedenkver­anstal­tung statt, um der etwa 4.300 Sin­ti und Roma zu gedenken, die in der Nacht vom 2. auf den 3. August im soge­nan­nten „Zige­unerlager“ des Konzen­tra­tionslagers Auschwitz-Birke­nau von den Nation­al­sozial­is­ten ermordet wur­den. Der stel­lvertre­tender Geschäfts­führer vom Ver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma Lan­desver­band Hes­sen , hielt eine Rede.

In ein­er würde­vollen Zer­e­monie gedacht­en die Anwe­senden der Opfer dieses Ver­brechens. Die musikalis­che Begleitung, durch das Sun­ny Franz Duo, ver­lieh der Ver­anstal­tung eine beson­dere emo­tionale Tiefe und trug zur Atmo­sphäre des Gedenkens bei.

Am gle­ichen Tag war Vor­standsmit­glied des Ver­bands Deutsch­er Sin­ti und Roma Lan­desver­band Hes­sen, Frau Fati­ma Stieb, in Auschwitz und nahm an zwei Gedenkver­anstal­tun­gen teil. Seit 2015 ist der 2. August offiziell der als Holo­caust-Gedenk­tag für die im Nation­al­sozial­is­mus ermorde­ten Sin­ti und Roma. In diesem Jahr waren Del­e­ga­tio­nen aus rund 24 Län­dern anwe­send. In über elf bewe­gen­den Rede­beiträ­gen wurde nicht nur der Opfer der Ver­gan­gen­heit gedacht, son­dern auch auf die gegen­wär­tige Sit­u­a­tion von Sin­ti und Roma aufmerk­sam gemacht.

Die Ver­anstal­tun­gen war geprägt von Würde, Respekt und tiefem Mit­ge­fühl für die Über­leben­den und alle, die ihr Leben ver­loren haben. Erin­nerung heißt Ver­ant­wor­tung – damals wie heute.

Darm­stadt
Links Renate Dreesen , Mitte Rinal­do Strauß, Rechts Bürg­er­meis­terin von Darm­stadt Bar­bara Akd­eniz
Auschwitz