Schulprojektage in Eberstadt

Vom 15. bis 25. Okto­ber ver­an­stal­ten die mobi­le Pra­xis, die AG Kin­der & Jugend Eber­stadt sowie die Wis­sen­schafts­stadt Darm­stadt gemein­sam mit dem Lan­des­ver­band der deut­schen Sin­ti und Roma Schul­pro­jekt­ta­ge gegen Anti­zi­ga­nis­mus in Darm­stadt-Eber­stadt.

Am 16. Okto­ber wird die mobi­le Aus­stel­lung des Lan­des­ver­ban­des Der Weg der Sin­ti und Roma um 15 Uhr an der Guten­berg­schu­le (Gabels­ber­ger Str. 4–8, 64297 DA) eröff­net. Vom Auto­ren der Aus­stel­lung Dr. Udo Eng­bring-Romang zuvor zu Gui­des aus­ge­bil­de­te Schü­le­rIn­nen der Guten­berg­schu­le wer­den ein inter­es­sier­tes Publi­kum an unter­schied­li­chen Sta­tio­nen selbst­stän­dig durch die Aus­stel­lung füh­ren. Die Schü­le­rIn­nen-Gui­des wer­den auch an einem offe­nen Abend am 20. Okto­ber zwi­schen 17 und 21 Uhr und an einem offe­nen Vor­mit­tag am 26. Okto­ber zwi­schen 10 und 13 Uhr inter­es­sier­te Gäs­te durch die Aus­stel­lung in der Aula ihrer Schu­le füh­ren.

Bereits im Vor­feld der Ver­an­stal­tun­gen fand am 26. Sep­tem­ber eben­falls in Eber­stadt ein ganz­tä­gi­ger Mul­ti­pli­ka­to­rIn­nen-Work­shop zum The­ma Anti­zi­ga­nis­mus für Leh­re­rIn­nen und Berufs­tä­ti­ge in der frei­en Jugend­ar­beit statt mit Eli­sa Schmidt und Dr. Mar­kus End als Refe­ren­tIn­nen.

Die Ver­an­stal­tun­gen wer­den von der AG Welt­of­fe­nes Darm­stadt geför­dert.

Der Weg der Sinti und Roma im Kreis Offenbach

Von Mit­te Sep­tem­ber bis Mit­te Okto­ber 2018 zeig­te der Lan­des­ver­band sei­ne mobi­le Aus­stel­lung im Kreis­haus des Krei­ses Offen­bach in Diet­zen­bach. Im Anschluss wird sie im Okto­ber im Jugend­zen­trum Mühl­heim zu sehen sein, bevor sie im Novem­ber im Rat­haus in Heu­sen­stamm auf­ge­stellt wird.

Bereits am 11. Sep­tem­ber wur­de die Aus­stel­lung mit einem Fach­vor­trag zum The­ma “Bil­dungs­fern oder dis­kri­mi­niert in der Bil­dung?” von Rinal­do Strauß vom Lan­des­ver­band eröff­net. Der Vor­trag war gleich­zei­tig der Auf­takt zur Ver­an­stal­tungs­rei­he Leben in der Viel­falt der Diet­zen­ba­cher Part­ner­schaft für Demo­kra­tie, zu der u.a. auch ein Vor­trag zu “Armuts­zu­wan­de­rung? Anmer­kun­gen zu einer anti­zi­ga­nis­ti­schen Debat­te” von Dr. Mar­kus End  am 25. Sep­tem­ber gehör­te. Im Vor­feld berich­te­te OP-online.

Am 15. Okto­ber wird unse­re Aus­stel­lung um 13 Uhr im Jugend­zen­trum Mühl­heim (Rodau­stra­ße 16, 63165 Mühl­heim) fei­er­lich eröff­net. Zuvor wer­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Fried­rich-Ebert-Gym­na­si­ums vom Auto­ren der Aus­stel­lung Dr. Udo Eng­bring-Romang zu Gui­des aus­ge­bil­det, die in den fol­gen­den Wochen selbst­stän­dig durch die Aus­stel­lung füh­ren wer­den.

Am 6. Novem­ber wird die Aus­stel­lung im Rat­haus Heu­sen­stamm (Im Herrn­gar­ten 1, 63150 Heu­sen­stamm) mit einem Vor­trag von Dr. Udo Eng­bring-Romang eröff­net.

2. Internationales Sinti & Roma Kultur- & Musik Festival

|15.–16. September 2018 | Justus-Liebig Haus, Darmstadt |

Mit dem Musik­fes­ti­val 2018 hat der Lan­des­ver­band an die Tra­di­ti­on des Musik­fes­ti­vals 1979 in Darm­stadt ange­knüpft.

Die Frank­fur­ter Rund­schau und das Darm­städ­ter Echo berich­te­ten.

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Die ersten Wiesbadener Kulturwochen gegen Antiziganismus

Vom 29. Mai bis zum 20. Juli 2018 hat der Lan­des­ver­band Deut­scher Sin­ti und Roma Hes­sen zusam­men mit städ­ti­schen und zivil­ge­sell­schaft­li­chen Koope­ra­ti­ons­part­ne­rIn­nen in Wies­ba­den die ers­ten Wies­ba­de­ner Kul­tur­wo­chen gegen Anti­zi­ga­nis­mus ver­an­stal­tet. Zu den Hin­ter­grün­den der Dis­kri­mi­nie­rung von Sin­ti und Roma führ­te der Wies­ba­de­ner Kurier ein Inter­view mit Rinal­do Strauß vom Lan­des­ver­band.

Die Ver­an­stal­tun­gen ermög­lich­ten ver­schie­de­ne Blick­win­kel auf die gemein­sa­me Geschich­te der Min­der­heit und der Mehr­heits­ge­sell­schaft. Die im Stadt­mu­se­um am Markt (sam) auf­ge­bau­te mobi­le Aus­stel­lung des Lan­des­ver­ban­des „Der Weg der Sin­ti und Roma“ behan­delt die Ent­ste­hung und Ent­wick­lung der „Zigeu­ner­bil­der“, durch die Ange­hö­ri­ge der Min­der­heit jahr­hun­der­te­lang aus­ge­grenzt und dis­kri­mi­niert wur­den, bis hin zum Völ­ker­mord wäh­rend des Natio­nal­so­zia­lis­mus und der ver­sag­ten Ent­schä­di­gung in der Nach­kriegs­zeit.

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Podium gegen Antiziganismus

Der Abbau von hart­nä­cki­gen und lang­jäh­rig tra­dier­ten Vor­ur­tei­len erfor­dert eine fun­dier­te Ana­ly­se und Kri­tik ihrer Grund­la­gen und Funk­ti­ons­wei­sen. Daher orga­ni­siert der Hes­si­sche Lan­des­ver­band der deut­schen Sin­ti und Roma in Koope­ra­ti­on mit dem AStA der TU Darm­stadt im Som­mer­se­mes­ter 2018 erst­mals ein Podi­um, auf dem die Erkennt­nis­se der sozi­al- und poli­tik­wis­sen­schaft­li­chen, päd­ago­gi­schen sowie (sozial-)psychologischen For­schung einem viel­fäl­ti­gen Publi­kum aus Zivil­ge­sell­schaft und Poli­tik näher­ge­bracht wer­den.

Neben der Ver­an­stal­tungs­rei­he “Ein­füh­rung in die Anti­zi­ga­nis­mus­for­schung” war die Aus­stel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma” im alten Haupt­ge­bäu­de der TU Darm­stadt zu sehen. Der Lan­des­ver­band führ­te am 08.05.2018 eine Grup­pe Stu­die­ren­de und Inter­es­sier­te durch die Aus­stel­lung.

Im Rah­men der Rei­he “Ein­füh­rung in die Anti­zi­ga­nis­mus­for­schung” fin­den fol­gen­de Ver­an­stal­tun­gen statt:

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Kulturabend in Kassel

Der Lan­des­ver­band hat am 20. April 2018 in Koope­ra­ti­on mit der Stadt Kas­sel einen Kul­tur­abend im Kas­se­ler Rat­haus ver­an­stal­tet, um über die Ver­fol­gungs­ge­schich­te und den Anti­zi­ga­nis­mus auf­zu­klä­ren.

Das Pro­gramm bestand aus einem Kurz­film zu Anna Mett­bachs Lebens- und Lei­dens­ge­schich­te und einer Lesung ihres Zeit­zeu­gen­be­rich­tes. Außer­dem wur­den die Gäs­te durch die mobi­le Aus­stel­lung des Ver­ban­des Der Weg der Sin­ti und Roma von den Mit­ar­bei­tern des Lan­des­ver­ban­des geführt. Musi­ka­lisch umrahmt wur­de die Ver­an­stal­tung durch Sun­ny Franz (Vio­li­ne) sowie Aaron Weiss (Pia­no). Das Gruß­wort für die Stadt hielt Stadt­rä­tin Anne Janz, für den Lan­des­ver­band sprach Rinal­do Strauß.

Schulwettbewerb in Gießen und Gedenken in Marburg

Am 16. März wur­den in Gie­ßen die Ergeb­nis­se des Schul­wett­be­werbs zur 75. Jah­res­tag der Depor­ta­ti­on der Gie­ße­ner Sin­ti fei­er­lich prä­sen­tiert.

Der Schul­wett­be­werb der Uni­ver­si­täts­stadt Gie­ßen zum The­ma Anti­zi­ga­nis­mus war aus Sicht des Lan­des­ver­ban­des ein vol­ler Erfolg. Schü­le­rIn­nen von ins­ge­samt vier Schu­len haben an dem Wett­be­werb teil­ge­nom­men.

Im Vor­feld wur­de den Schu­len Lehr­ma­te­ri­al des Lan­des­ver­ban­des zur Ver­fü­gung gestellt. Der Lan­des­ver­band hat auch in Füh­run­gen durch unse­re mobi­le Aus­stel­lung Der Weg der Sin­ti und Roma, die für knapp zwei Wochen bereits im ver­gan­ge­nen Herbst im Gie­ße­ner Rat­haus zu sehen war, die inhalt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma ver­tie­fen kön­nen.

Die Schü­ler haben, teil­wei­se in schul­über­grei­fen­den Pro­jek­ten, sehr anschau­lich dar­ge­stellt, wie Vor­ur­tei­le zu Aus­gren­zung, Aus­gren­zung zu Dis­kri­mi­nie­rung, Dis­kri­mie­rung zu Über­grif­fen und schließ­lich zu einem Völ­ker­mord füh­ren kön­nen. Die Arbei­ten der Schü­ler machen ein­drucks­voll deut­lich, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat.

Aus­stel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma”

Am 23. März fand das Geden­ken der Uni­ver­si­täts­stadt Mar­burg an die Depor­ta­ti­on der Mar­bur­ger Sin­ti vor 75. Jah­ren statt. Der Lan­des­ver­band hielt anläss­lich der Eröff­nung der Aus­stel­lung Der Weg der Sin­ti und Roma im Mar­bur­ger Rat­haus ein Gruß­wort. Dr. Udo Eng­bring-Romang führ­te in sei­nem Vor­trag in die von ihm ver­fass­te Aus­stel­lung ein. Die Aus­stel­lung war bis zum 4. April im Rat­haus zu sehen.

Gedenken in Darmstadt zu den Deportationen

Am 15. März gedach­te die Wis­sen­schafts­stadt Darm­stadt gemein­sam mit dem Lan­des­ver­band, der Jüdi­schen Gemein­de, der Initia­ti­ve Denk­zei­chen Güter­bahn­hof und Bünd­nis­sen gegen Rechts in Süd­hes­sen der ras­sis­ti­schen Ver­fol­gung von Juden, Sin­ti und Roma wäh­rend der Nazi­zeit. Der Anlass war der 75. Jah­res­tag der Depor­ta­ti­on der Darm­städ­ter Sin­ti.

Maria Strauß hielt das Gruß­wort für den Lan­de­ver­band, Ober­bür­ger­meis­ter Jochen Partsch sprach für die Wis­sen­schafts­stadt Darm­stadt und Dani­el Neu­mann für die Jüdi­sche Gemein­de Darm­stadt. Musi­ka­lisch wur­de die Ver­an­stal­tung von Sun­ny Franz und Aaron Weiß beglei­tet.

Bil­der: Rena­te Dree­sen, Mar­git Sach­se

Das Darm­städ­ter Echo berich­te­te sowohl im Vor­feld als auch von der Ver­an­stal­tung aus­führ­lich. Das Echo hat auch Aus­schnit­te aus Zeit­zeu­gen­be­rich­ten abge­druckt, die der Ver­band auf­ge­zeich­net hat.

Die hes­sen­schau des Hes­si­schen Rund­funks hat am 15. März aus­führ­lich berich­tet: Bericht der hes­sen­schau (ab Minu­te 15:20)

Wiesbadenener Gedenken zur Deportation vor 75 Jahren

Am 8. März gedach­te der Lan­des­ver­band gemein­sam mit der Lan­des­haupt­stadt Wies­ba­den und der Wies­ba­de­ner Stadt­öf­fent­lich­keit der Depor­ta­ti­on der Wies­ba­de­ner Sin­ti vor 75 Jah­ren.

Der Lan­des­vor­sit­zen­de Adam Strauß hielt das Gruß­wort für den Lan­des­ver­band, Ober­bü­ger­meis­ter Sven Gerich sprach von Sei­ten der Lan­des­haupt­stadt Wies­ba­den. Im Anschluss spra­chen die Pfar­rer Gün­ter und Gras eine Anspra­che. Musi­ka­lisch beglei­tet wur­de das Geden­ken vom Romeo Franz Ensem­ble.

Neben einem kur­zen Bericht in der Hes­sen­schau vom 8. März 2018 berich­te­te die Frank­fur­ter Rund­schau bereits im Vor­feld. Ein Bericht über die Gedenk­ver­an­stal­tung ist auch im Wies­ba­de­ner Tag­blatt erschie­nen.

Gedenken zum 27. Januar

Der Lan­des­ver­band hat sich an meh­re­ren Gedenk­ver­an­stal­tun­gen anläss­lich des Tags des Geden­kens an die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus am 27. Janu­ar betei­ligt.

Der Lan­des­vor­sit­zen­de Adam Strauß nahm am lan­des­wei­ten Geden­ken im Hes­si­schen Land­tag teil.

Rinal­do Strauß war beim Geden­ken der Wis­sen­schafts­stadt in der Cen­tral­sta­ti­on in Darm­stadt anwe­send, bei dem Schü­le­rin­nen und Schü­ler vom Schick­sal der von den Nazis ver­folg­ten Men­schen erin­ner­ten. Auch Darm­stadts Ober­bür­ger­meis­ter Partsch betei­lig­te sich.

Rinal­do Strauß nahm auch am Geden­ken des All­ge­mei­nen Stu­die­ren­den­aus­schuss der Frank­fur­ter Uni­ver­si­tät teil, gemein­sam mit Dani­el Neu­mann, dem Direk­tor des Lan­des­ver­bands der Jüdi­schen Gemein­den Hes­sens, und Prof. Ben­ja­min Ort­mey­er, Lei­ter der For­schungs­stel­le NS-Päd­ago­gik an der Uni Frank­furt.