2. Internationales Sinti & Roma Kultur- & Musik Festival

|15.–16. September 2018 | Justus-Liebig Haus, Große Bachgasse 2,
64283 Darmstadt | Beginn 16 Uhr|

Kar­ten­vor­ver­kauf unter Tel.: 06151–6018831 | E-Mail: festival@sinti-roma-hessen.de

Der Hes­si­sche Ver­band Deut­scher Sin­ti und Roma heißt alle Besu­cher und Besu­che­rin­nen herz­lich Will­kom­men. Das Kul­tur- und Musik­fes­ti­val rich­tet sich an alle Inter­es­sier­ten und bie­tet ein viel­fäl­ti­ges poli­ti­sches und kul­tu­rel­les Ange­bot, das glei­cher­ma­ßen zu poli­ti­schem Aus­tausch, Dis­kus­si­on und Bil­dung sowie zu musi­ka­li­scher Unter­hal­tung ein­lädt.

Mit dem Musik­fes­ti­val 2018 knüpft der Lan­des­ver­band an die Tra­di­ti­on des Musik­fes­ti­vals 1979 in Darm­stadt an. (mehr …)

Die ersten Wiesbadener Kulturwochen gegen Antiziganismus

Vom 29. Mai bis zum 20. Juli 2018 hat der Lan­des­ver­band Deut­scher Sin­ti und Roma Hes­sen zusam­men mit städ­ti­schen und zivil­ge­sell­schaft­li­chen Koope­ra­ti­ons­part­ne­rIn­nen in Wies­ba­den die ers­ten Wies­ba­de­ner Kul­tur­wo­chen gegen Anti­zi­ga­nis­mus ver­an­stal­tet. Zu den Hin­ter­grün­den der Dis­kri­mi­nie­rung von Sin­ti und Roma führ­te der Wies­ba­de­ner Kurier ein Inter­view mit Rinal­do Strauß vom Lan­des­ver­band.

Die Ver­an­stal­tun­gen ermög­lich­ten ver­schie­de­ne Blick­win­kel auf die gemein­sa­me Geschich­te der Min­der­heit und der Mehr­heits­ge­sell­schaft. Die im Stadt­mu­se­um am Markt (sam) auf­ge­bau­te mobi­le Aus­stel­lung des Lan­des­ver­ban­des „Der Weg der Sin­ti und Roma“ behan­delt die Ent­ste­hung und Ent­wick­lung der „Zigeu­ner­bil­der“, durch die Ange­hö­ri­ge der Min­der­heit jahr­hun­der­te­lang aus­ge­grenzt und dis­kri­mi­niert wur­den, bis hin zum Völ­ker­mord wäh­rend des Natio­nal­so­zia­lis­mus und der ver­sag­ten Ent­schä­di­gung in der Nach­kriegs­zeit.

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Podium gegen Antiziganismus

Der Abbau von hart­nä­cki­gen und lang­jäh­rig tra­dier­ten Vor­ur­tei­len erfor­dert eine fun­dier­te Ana­ly­se und Kri­tik ihrer Grund­la­gen und Funk­ti­ons­wei­sen. Daher orga­ni­siert der Hes­si­sche Lan­des­ver­band der deut­schen Sin­ti und Roma in Koope­ra­ti­on mit dem AStA der TU Darm­stadt im Som­mer­se­mes­ter 2018 erst­mals ein Podi­um, auf dem die Erkennt­nis­se der sozi­al- und poli­tik­wis­sen­schaft­li­chen, päd­ago­gi­schen sowie (sozial-)psychologischen For­schung einem viel­fäl­ti­gen Publi­kum aus Zivil­ge­sell­schaft und Poli­tik näher­ge­bracht wer­den.

Neben der Ver­an­stal­tungs­rei­he “Ein­füh­rung in die Anti­zi­ga­nis­mus­for­schung” war die Aus­stel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma” im alten Haupt­ge­bäu­de der TU Darm­stadt zu sehen. Der Lan­des­ver­band führ­te am 08.05.2018 eine Grup­pe Stu­die­ren­de und Inter­es­sier­te durch die Aus­stel­lung.

Im Rah­men der Rei­he “Ein­füh­rung in die Anti­zi­ga­nis­mus­for­schung” fin­den fol­gen­de Ver­an­stal­tun­gen statt:

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Kulturabend in Kassel

Der Lan­des­ver­band hat am 20. April 2018 in Koope­ra­ti­on mit der Stadt Kas­sel einen Kul­tur­abend im Kas­se­ler Rat­haus ver­an­stal­tet, um über die Ver­fol­gungs­ge­schich­te und den Anti­zi­ga­nis­mus auf­zu­klä­ren.

Das Pro­gramm bestand aus einem Kurz­film zu Anna Mett­bachs Lebens- und Lei­dens­ge­schich­te und einer Lesung ihres Zeit­zeu­gen­be­rich­tes. Außer­dem wur­den die Gäs­te durch die mobi­le Aus­stel­lung des Ver­ban­des Der Weg der Sin­ti und Roma von den Mit­ar­bei­tern des Lan­des­ver­ban­des geführt. Musi­ka­lisch umrahmt wur­de die Ver­an­stal­tung durch Sun­ny Franz (Vio­li­ne) sowie Aaron Weiss (Pia­no). Das Gruß­wort für die Stadt hielt Stadt­rä­tin Anne Janz, für den Lan­des­ver­band sprach Rinal­do Strauß.

Schulwettbewerb in Gießen und Gedenken in Marburg

Am 16. März wur­den in Gie­ßen die Ergeb­nis­se des Schul­wett­be­werbs zur 75. Jah­res­tag der Depor­ta­ti­on der Gie­ße­ner Sin­ti fei­er­lich prä­sen­tiert.

Der Schul­wett­be­werb der Uni­ver­si­täts­stadt Gie­ßen zum The­ma Anti­zi­ga­nis­mus war aus Sicht des Lan­des­ver­ban­des ein vol­ler Erfolg. Schü­le­rIn­nen von ins­ge­samt vier Schu­len haben an dem Wett­be­werb teil­ge­nom­men.

Im Vor­feld wur­de den Schu­len Lehr­ma­te­ri­al des Lan­des­ver­ban­des zur Ver­fü­gung gestellt. Der Lan­des­ver­band hat auch in Füh­run­gen durch unse­re mobi­le Aus­stel­lung Der Weg der Sin­ti und Roma, die für knapp zwei Wochen bereits im ver­gan­ge­nen Herbst im Gie­ße­ner Rat­haus zu sehen war, die inhalt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma ver­tie­fen kön­nen.

Die Schü­ler haben, teil­wei­se in schul­über­grei­fen­den Pro­jek­ten, sehr anschau­lich dar­ge­stellt, wie Vor­ur­tei­le zu Aus­gren­zung, Aus­gren­zung zu Dis­kri­mi­nie­rung, Dis­kri­mie­rung zu Über­grif­fen und schließ­lich zu einem Völ­ker­mord füh­ren kön­nen. Die Arbei­ten der Schü­ler machen ein­drucks­voll deut­lich, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat.

Aus­stel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma”

Am 23. März fand das Geden­ken der Uni­ver­si­täts­stadt Mar­burg an die Depor­ta­ti­on der Mar­bur­ger Sin­ti vor 75. Jah­ren statt. Der Lan­des­ver­band hielt anläss­lich der Eröff­nung der Aus­stel­lung Der Weg der Sin­ti und Roma im Mar­bur­ger Rat­haus ein Gruß­wort. Dr. Udo Eng­bring-Romang führ­te in sei­nem Vor­trag in die von ihm ver­fass­te Aus­stel­lung ein. Die Aus­stel­lung war bis zum 4. April im Rat­haus zu sehen.

Gedenken in Darmstadt zu den Deportationen

Am 15. März gedach­te die Wis­sen­schafts­stadt Darm­stadt gemein­sam mit dem Lan­des­ver­band, der Jüdi­schen Gemein­de, der Initia­ti­ve Denk­zei­chen Güter­bahn­hof und Bünd­nis­sen gegen Rechts in Süd­hes­sen der ras­sis­ti­schen Ver­fol­gung von Juden, Sin­ti und Roma wäh­rend der Nazi­zeit. Der Anlass war der 75. Jah­res­tag der Depor­ta­ti­on der Darm­städ­ter Sin­ti.

Maria Strauß hielt das Gruß­wort für den Lan­de­ver­band, Ober­bür­ger­meis­ter Jochen Partsch sprach für die Wis­sen­schafts­stadt Darm­stadt und Dani­el Neu­mann für die Jüdi­sche Gemein­de Darm­stadt. Musi­ka­lisch wur­de die Ver­an­stal­tung von Sun­ny Franz und Aaron Weiß beglei­tet.

Bil­der: Rena­te Dree­sen, Mar­git Sach­se

Das Darm­städ­ter Echo berich­te­te sowohl im Vor­feld als auch von der Ver­an­stal­tung aus­führ­lich. Das Echo hat auch Aus­schnit­te aus Zeit­zeu­gen­be­rich­ten abge­druckt, die der Ver­band auf­ge­zeich­net hat.

Die hes­sen­schau des Hes­si­schen Rund­funks hat am 15. März aus­führ­lich berich­tet: Bericht der hes­sen­schau (ab Minu­te 15:20)

Wiesbadenener Gedenken zur Deportation vor 75 Jahren

Am 8. März gedach­te der Lan­des­ver­band gemein­sam mit der Lan­des­haupt­stadt Wies­ba­den und der Wies­ba­de­ner Stadt­öf­fent­lich­keit der Depor­ta­ti­on der Wies­ba­de­ner Sin­ti vor 75 Jah­ren.

Der Lan­des­vor­sit­zen­de Adam Strauß hielt das Gruß­wort für den Lan­des­ver­band, Ober­bü­ger­meis­ter Sven Gerich sprach von Sei­ten der Lan­des­haupt­stadt Wies­ba­den. Im Anschluss spra­chen die Pfar­rer Gün­ter und Gras eine Anspra­che. Musi­ka­lisch beglei­tet wur­de das Geden­ken vom Romeo Franz Ensem­ble.

Neben einem kur­zen Bericht in der Hes­sen­schau vom 8. März 2018 berich­te­te die Frank­fur­ter Rund­schau bereits im Vor­feld. Ein Bericht über die Gedenk­ver­an­stal­tung ist auch im Wies­ba­de­ner Tag­blatt erschie­nen.

Gedenken zum 27. Januar

Der Lan­des­ver­band hat sich an meh­re­ren Gedenk­ver­an­stal­tun­gen anläss­lich des Tags des Geden­kens an die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus am 27. Janu­ar betei­ligt.

Der Lan­des­vor­sit­zen­de Adam Strauß nahm am lan­des­wei­ten Geden­ken im Hes­si­schen Land­tag teil.

Rinal­do Strauß war beim Geden­ken der Wis­sen­schafts­stadt in der Cen­tral­sta­ti­on in Darm­stadt anwe­send, bei dem Schü­le­rin­nen und Schü­ler vom Schick­sal der von den Nazis ver­folg­ten Men­schen erin­ner­ten. Auch Darm­stadts Ober­bür­ger­meis­ter Partsch betei­lig­te sich.

Rinal­do Strauß nahm auch am Geden­ken des All­ge­mei­nen Stu­die­ren­den­aus­schuss der Frank­fur­ter Uni­ver­si­tät teil, gemein­sam mit Dani­el Neu­mann, dem Direk­tor des Lan­des­ver­bands der Jüdi­schen Gemein­den Hes­sens, und Prof. Ben­ja­min Ort­mey­er, Lei­ter der For­schungs­stel­le NS-Päd­ago­gik an der Uni Frank­furt.

Vortrag zum Auschwitz-Erlass

Am 7. Dezem­ber 2017 hielt Her­bert Heuß, wis­sen­schaft­li­cher Lei­ter des Zen­tral­rats deut­scher Sin­ti und Roma, anläss­lich des 75. Jah­res­ta­ges des sog. Ausch­witz-Erlas­ses durch Himm­ler einen Vor­trag im Lud­wig-Berg­sträs­ser-Saal des Kol­le­gi­en­ge­bäu­des.

Der Vor­trag fand statt im Rah­men des Darm­städ­ter Gedenk­jah­res 2017 in Koope­ra­ti­on mit der Wis­sen­schafts­stadt Darm­stadt.

Am 16. Dezem­ber 1942 ord­ne­te mit dem soge­nann­ten Ausch­witz-Erlaß der Reichs­füh­rer-SS, Hein­rich Himm­ler, die fami­li­en­wei­se Depor­ta­ti­on aller Sin­ti und Roma aus dem Deut­schen Reich nach Ausch­witz-Bir­ken­au an, dar­un­ter vie­le alte Men­schen und Kin­der. Bis 1945 folg­ten wei­te­re Depor­ta­tio­nen aus elf euro­päi­schen Län­dern.  In sei­nem Vor­trag beleuch­te­te Her­bert Heuß die Vor­ge­schich­te und Aus­wir­kun­gen des Erlas­ses sowie die Ver­nich­tungs­po­li­tik gegen Sin­ti und Roma wäh­rend des Natio­nal­so­zia­lis­mus.

Der Vor­sit­zen­de Adam Strauß hielt das Gruß­wort für den Lan­des­ver­band und Stadt­rä­tin Iris Behr begrüß­te die Anwe­sen­den von Sei­ten der Wis­sen­schafts­stadt Darm­stadt.

Hessen stärkt den Minderheitenschutz

Zum Staatsvertrag zwischen dem Land Hessen und dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma

Pressemitteilung

Wiesbaden und Darmstadt, 22.11.2017

Bild: Hes­si­sche Staats­kanz­lei

Am heu­ti­gen Mitt­woch hat der Hes­si­sche Land­tag erst­mals einen Staats­ver­trag mit dem Lan­des­ver­band beschlos­sen. Hes­sen folgt damit als drit­tes Bun­des­land auf Schles­wig-Hol­stein, wo die natio­na­le Min­der­heit Deut­scher Sin­ti und Roma seit 2012 Ver­fas­sungs­rang besitzt, und auf Baden-Würt­tem­berg, des­sen Land­tag 2013 einen Staats­ver­trag mit dem Lan­des­ver­band Deut­scher Sin­ti und Roma Baden-Würt­tem­berg abge­schlos­sen hat.

Der Staats­ver­trag beinhal­tet auch die Ein­rich­tung eines gemein­sa­men Gre­mi­ums zwi­schen Lan­des­re­gie­rung und Ver­band, des­sen Auf­ga­ben die regel­mä­ßi­ge Eva­lu­ie­rung der Umset­zung der Zie­le des Staats­ver­trags und der Aus­tausch über aktu­el­le Fra­ge­stel­lun­gen der Min­der­heit und der Mehr­heit sind.

Wir bedan­ken uns beim Land Hes­sen, dass es heu­te zur Unter­zeich­nung des Staats­ver­tra­ges kommt, für den wir lan­ge Zeit gekämpft haben. Er bedeu­tet für uns eine Sicher­heit, dass wir unse­re wich­ti­ge Arbeit unein­ge­schränkt fort­füh­ren kön­nen, gera­de in der heu­ti­gen Zeit, in der der Rechts­po­pu­lis­mus in unse­rem Land wie­der an Zulauf gewon­nen hat”, erklär­te Adam Strauß, Vor­sit­zen­der des Lan­des­ver­ban­des, bereits am 6. Sep­tem­ber anläss­lich der Ver­trags­un­ter­zeich­nung in Wies­ba­den.