Gelungene Ausstellungseröffnung von “Der Weg der Sinti und Roma” am 2. September in Bebra

Gelungene Ausstellungseröffnung von “Der Weg der Sinti und Roma” am 2. September in Bebra

Am 02.September wurde nach fast ein­jähriger Vor­bere­itung die mobile Ausstel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma” des Hes­sis­chen Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma in Bebra erfol­gre­ich eröffnet. Ab 13.30 Uhr spielte die Band Lad­scho Swing und begleit­ete musikalisch die Vernissage im Einkaufzen­trum bé. Im Anschluss sprach Herr Brück­n­er vom Bünd­nis Bebra wird bunter die ersten Gruß­worte. Er hat­te in den let­zten Wochen inten­siv an der Ver­wirk­lichung der Ausstel­lung in Bebra gear­beit­et und die Finanzierung über die Land­kul­turperlen ermöglicht.

Für den Hes­sis­chen Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma waren Herr Strauß und Frau Stieb vor Ort. Nach kurzen Gruß­worten führten die bei­den die cir­ca 30 Anwe­senden in die The­matik der Ausstel­lung ein. Dabei kon­nten viele Fra­gen und einige stereo­type Vorstel­lun­gen aus­geräumt wer­den.

Die Ausstel­lung kann noch bis ein­schließlich 26. Sep­tem­ber jeden Mon­tag bis Fre­itag von 12.00 ‑18.00 Uhr und sam­stags von 11.00 — 16.30 Uhr besucht wer­den. Audio­gu­ides zur Ausstel­lung kön­nen vor Ort aus­geliehen wer­den. Zudem ste­hen zwei Medi­en­sta­tio­nen zur Ver­fü­gung, die viele weit­ere Infor­ma­tio­nen zum The­ma Antizigan­is­mus, aktuelle Analy­sen sowie Zeitzeug*inneninterviews enthal­ten.

Stadtrundgang durch Wiesbaden anhand der SiRo-App

Gemein­sam in Koop­er­atin mit der Hein­rich-Böll-Stiftung Hes­sen ver­anstal­tete der Hes­sis­che Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma einen Stadtrundgang zur Ver­fol­gungs­geschichte der Sin­ti und Roma während des Nation­al­sozial­is­mus. Am 3. August führten Max Aign­er und Alice Reitz für den Hes­sis­chen Lan­desver­band eine Gruppe von 15 Per­so­n­en durch die Lan­deshaupt­stadt und erläuterten die Rolle ver­schieden­er hes­sis­ch­er Insti­tu­tio­nen und Akteure bei der Ver­fol­gung der Min­der­heit.

Grund­lage des Rundgangs bildet die SiRo-App, eine karten­basierte App. Mit ihr macht der Hes­sis­che Lan­desver­band Orte sicht­bar, an denen Sin­ti und Roma in Hes­sen lebten und wirk­ten. Die App kann online unter siro-hessen.app abgerufen wer­den. Dadurch kann der Rundgang auch indi­vidu­ell abge­laufen wer­den. Neben dem Rundgang zur Ver­fol­gungs­geschichte liegen auch biographis­che Rundgänge zu den Wies­baden­er Per­sön­lichkeit­en Sylvester Lam­pert, Rosa Wie­gand und Robert Eben­der vor.

Aktuell gibt es Rundgänge in Damstadt, Wies­baden und Ful­da, doch die App wird stetig eweit­ert, sodass bis zum Ende des Jahres die Städte Gießen, Mar­burg, Hanau und Frank­furt am Main fol­gen.

Die FR berichtete über den Rundgang und der Artikel kann hier abgerufen wer­den.

Gedenkveranstaltung anlässlich des europäische Gedenktages für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 ermordete die SS alle im soge­nan­nten “Zige­unerlager” Auschwitz-Birke­nau II e verbliebe­nen Sin­ti und Roma. Allein in dieser Nacht star­ben cir­ca 4.300 Men­schen, ins­beson­dere Kinder, Alte und Per­so­n­en, die als nicht mehr arbeits­fähig eingestuft wur­den, in den Gaskam­mern.

Der 2. August wurde zum europäis­chen Gedenk­tag für die im Nation­al­sozial­is­mus ermorde­ten Sin­ti und Roma. Auch in diesem Jahr erin­nerte der Hes­sis­che Lan­desver­band zusam­men mit der Stadt Darm­stadt an die Sin­ti und Roma, die während des Nation­al­sozial­is­mus entrechtet, ver­fol­gt und ermordet wur­den.

Für die Stadt Darm­stadt sprach Bürg­er­meis­terin Bar­bara Akd­eniz. Der Hes­sis­che Lan­desver­band wurde von Rinal­do Strauß vertreten. Die Kranznieder­legung wurde durch das Sun­ny Franz Duo begleit­et.

Hessischer Landesverband besucht internationale Jugendbegegnung in Kassel

Sehr gefreut hat sich der Hes­sis­che Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma über eine Anfrage aus Kas­sel. Hier traf sich im Juli eine Gruppe von cir­ca 20 Jugendlichen aus Griechen­land, Ital­ien, Spanien, Polen und Deutsch­land im Alter zwis­chen 16 – 25 Jahren, um sich über die The­men Min­der­heit­en­schutz, Aus­gren­zung sowie das Bewahren von „Kul­tur“ und Tra­di­tion auszu­tauschen.

Als lokale Inter­essen­vertre­tung von Ange­höri­gen der größten Min­der­heit in Europa, war das Inter­esse der Jugendlichen und jun­gen Men­schen groß, als Fati­ma Stieb für den Hes­sis­chen Lan­desver­band die Gruppe im Jugend­haus besuchte. Bei dem 2 1/2 stündi­gen Gespräch ging es vor allem darum grundle­gen­des Wis­sen darüber zu ver­mit­teln, wer Sin­ti und Roma sind, mit welchen Schwierigkeit­en sie auf Grund von Diskri­m­inierung kon­fron­tiert sind und welche Wün­sche Min­der­heit­sange­hörige an die Gesamt­ge­sellschaft haben.
Während des Aus­tausch trat­en einige Vorurteile und Unwis­sen über die Min­der­heit zu Tage, die jedoch im Gespräch miteinan­der aus­geräumt wer­den kon­nten.

Fortbildung zum Thema Antiziganismus bei der Polizei Frankfurt

Bere­its im let­zten Jahr hat die Frank­furter Polizei Fort­bil­dungs­be­darfe zum The­menkom­plex Antizigan­is­mus angemeldet. Nach ein­er erfol­gre­ichen Ver­anstal­tung im Sep­tem­ber let­zten Jahres wurde die Fort­bil­dung nun am 20. Juli wieder­holt. Gemein­sam mit dem Bil­dungs­fo­rum gegen Antizigan­is­mus aus Berlin und dem Fördervere­in Roma aus Frank­furt gestal­tete der Hes­sis­che Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma den ganztägi­gen Work­shop, indem grundle­gende Ken­nt­nisse über die Diskri­m­inierungs­form Antizigan­is­mus ver­mit­telt wur­den. Zudem wurde eine Reflex­ion der eige­nen polizeilichen Prax­is sowie der Rolle der Insti­tu­tion Polizei angestoßen.

Veranstaltungsreihe zum Thema “Women and Race” im Mai und Juni

Im Rah­men der Ver­anstal­tungsrei­he Women and Race von Vielt­falt bildet! Ras­sis­muskri­tis­che Bil­dungsar­beit gemein­sam gestal­ten im Prax­is­la­bor des Insti­tuts für all­ge­meine Päd­a­gogik und Beruf­späd­a­gogik der TU Darm­stadt beteiligte sich der Hes­sis­che Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma als Koop­er­a­tionspart­ner und gestal­tete im Beson­deren die Ver­anstal­tung am 06. Juni mit.

Katha­ri­na Rhein vom Hes­sis­chen Lan­desver­band mod­erierte die Ver­anstal­tung am 6. Juni mit dem Titel “Von der Fremd- zur Selb­strepräsen­ta­tion: Insze­nierte Alter­ität von “Zige­unerin”-Figuren” sowie die anschließende Diskus­sion­srunde.
Prof. Dr. Kirsten van Hagen der Jus­tus-Liebig-Uni­ver­sität in Gießen und Ver­e­na Lehman von Rom­noKher Mannheim sprachen in ihren Vorträ­gen jew­eils über die antizigan­is­tis­chen Vorstel­lun­gen der Mehrheits­ge­sellschaft und gaben span­nende Ein­blicke in deren Usprung und Ver­bre­itung über die Medi­en.

In der Ver­anstal­tungsrei­he Woman and Race wurde die Ver­schränkung von Geschlecht und Ras­sis­mus aus ver­schiede­nen Blick­winkeln beleuchtet. So ent­standen vier Ver­anstal­tun­gen mit unter­schiedlichen Schw­er­punk­ten, die von den weit­eren Kooperationspartner*innen Roza-Kur­dis­ch­er Frauen­rat Darm­stadt, der Ini­tia­tive Schwarze Men­schen in Deutsch­land sowie Gin­Co e.V. aus­gestal­tet wur­den.

Podiumsdiskussion Krieg Flucht, Bildung

Am 27. Juni ver­anstal­tete das Pro­jekt Vielfalt bildet! der TU Darm­stadt eine Podi­ums­diskus­sion zum The­ma Krieg, Flucht, Bil­dung im Café AstA 221qm in Darm­stadt.
Der Hes­sis­che Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma ist Koop­er­a­tionspart­ner von Vielfalt bildet! und gestal­tete gemein­sam mit den weit­eren Kooperationpartner*innen von Gin­Co e.V., der Ini­tia­tive Schwarze Men­schen in Deutsch­land e.V. und Roza-Kur­dis­ch­er Frauen­rat Darm­stadt eine span­nende Diskus­sion­srunde zum The­ma Flucht und Bil­dung. Katha­ri­na Rhein, wis­senschaftliche Mitar­bei­t­erin des Hes­sis­chen Lan­desver­band mod­erierte gemein­sam mit Ece Kaya der TU Darm­stadt die Ver­anstal­tung und arbeit­ete die unter­schiedlichen Per­spek­tiv­en der gelade­nen Gesprächspartner*innen her­aus.

Cir­ca 50 Per­so­n­en fol­gten der Diskus­sion vor Ort und online. Es enstand ein viel­seit­iger und angeregter Aus­tausch zum The­ma, in dem ein­er­seits die Indi­vid­u­al­ität von Fluchtur­sachen und Bil­dungswe­gen und ander­er­seits die struk­turelle Benachteili­gung in Bil­dungssys­te­men her­aus­gear­beit­et wur­den. Mit Dr. Yücel Meheroglu von der Meldestelle Antizigan­is­mus in Berlin fand die (Bildungs-)Situation von geflüchteten ukrainis­chen Roma in beson­derem Maße Beach­tung. So kon­nte neben Anti-Schwarzem Ras­sis­mus und der sen­si­blen Lage von Kindern im Kon­text von Krieg, Flucht und Bil­dung auch auf den The­menkom­plex Antizigan­is­mus einge­gan­gen wer­den.

Vorträge an Schulen und Hochschulen im Juni

Im Juni war der Hes­sis­che Lan­desver­band mit dem Vor­trag “Wie “Zige­uner“bilder einen Völk­er­mord möglich machen kön­nen” an ver­schiede­nen Hes­sis­chen Bil­dung­sein­rich­tun­gen.
Am 1. Juni sprach Rinal­do Strauß, stel­lvertre­tender Geschäfts­führer des Hes­sis­chen Lan­desver­band, an der Uni­ver­si­ty of Applied Sci­ences in Frank­furt vor Studieren­den der Sozialen Arbeit. Sie hat­ten sich in den Kurs “Antizigan­is­mus” eingewählt und vor­ab bere­its die Ausstel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma” im Stad­tRAUM in Frank­furt besucht. Die kleine Gruppe um die Dozentin Leena Höhn zeigte sich inter­essiert und refelk­tierte gemein­sam mit Rinal­do Strauß die Rolle er Sozialen Arbeit im The­men­feld Antizigan­is­mus.

Bere­its am darauf­fol­gen­den Mon­tag, den 05. Juni war eine Ver­anstal­tung mit dem Kaiserin-Friedrich Gym­na­si­um in Bad Hom­burg geplant. 250 Schüler*innen fan­den sich in der Aula der Schule ein, um den Vor­trag von Rinal­do Strauß zu hören. Der Vor­trag the­ma­tisierte die jahun­derteal­ten antizigan­is­tis­chen Bilder der Mehre­heits­ge­sellschaft auf die Min­der­heit und zeich­nete die Ver­fol­gung und Diskri­m­inierung bis hin zum Völk­er­mord nach. Anschließend wurde der 20-minütige Kurz­film des Hes­sis­chen Lan­desver­band “Alt­tags­diskri­m­inierung” gezeigt, in dem Ange­hörige der Min­der­heit zu Wort kom­men. Daraus ergab sich eine angeregte Frage- und Gespräch­srunde mit den Schüler*innen.

Am Nach­mit­tag des sel­ben Tages fol­gte Rinal­do Strauß der Ein­ladung von Han­nah Heck­er nach Ful­da, die eben­falls für den Fach­bere­ich Soziale Arbeit an der Hochschule Ful­da den Kurs “Antizigan­is­mus in der Sozialen Arbeit” anbi­etet. Die Studieren­den kon­nten während des Vor­trags Rück­fra­gen stellen und sich grundle­gen­des Wis­sen über Antizigan­is­mus und die Rolle der Sozialen Arbeit vor, während und nach dem Nation­al­sozial­is­mus aneignen.

Unterzeichnung des Mietvertrags für das neue Zentrum des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Hessen in Darmstadt / OB Partsch: „Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt Sinti und Roma und den Kampf gegen Antiziganismus“

Quelle: Wis­senschaftsstadt Darm­stadt

Am heuti­gen Mittwoch (7.) unterze­ich­neten die Wis­senschaftsstadt Darm­stadt und der Ver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma, Lan­desver­band Hes­sen den Mietver­trag für das geplante hes­sen­weite Zen­trum gegen Antizigan­is­mus, das nach der Gießen­er Holo­caust-Über­leben­den und Bürg­er­recht­lerin Anna Met­tbach benan­nt wer­den soll.

Das neue Zen­trum des Hes­sis­chen Lan­desver­ban­des wird im Erdgeschoss der städtis­chen Räum­lichkeit­en in der Grafen­straße 30 errichtet und soll zum 1. Sep­tem­ber 2025 bezo­gen wer­den. Der Mietver­trag sieht eine Miet­dauer von zunächst 10 Jahren mit der Option zur Ver­längerung vor. Bere­its am 17. Mai hat der Mag­is­trat der Wis­senschaftsstadt Darm­stadt – in Anlehnung an den Staatsver­trag des Lan­desver­ban­des mit dem Land Hes­sen – die langfristige Unter­stützung des Zen­trums und der Dauer­ausstel­lung des Hes­sis­chen Lan­desver­ban­des beschlossen und die jährliche städtis­che Förder­summe für den Betrieb des Zen­trums erhöht. Damit schafft die Stadt zusät­zliche Pla­nungssicher­heit für die Arbeit des Hes­sis­chen Lan­desver­ban­des.

Ober­bürg­er­meis­ter Jochen Partsch unter­stre­icht die Notwendigkeit der Aufar­beitung der Ver­fol­gung der Sin­ti und Roma: „In unser­er Gesellschaft gibt es weit­er­hin zu wenig Bewusst­sein für das schwere Unrecht, das den Sin­ti und Roma in ihrer über 600-jähri­gen Geschichte im deutschsprachi­gen Raum ange­tan wurde. Nur wenige Ange­hörige der Min­der­heit über­lebten den nation­al­sozial­is­tis­chen Völk­er­mord. Nach der Rück­kehr aus den Todeslagern mussten sie erleben, wie die an ihnen und ihren Fam­i­lien began­genen Men­schheitsver­brechen in der Nachkriegszeit ver­schwiegen und ver­leugnet, teil­weise sog­ar gerecht­fer­tigt wur­den. Die trau­rige Wahrheit ist, dass die NS-Ver­fol­gten in der Bun­desre­pub­lik erneut diskri­m­iniert und an den Rand der Städte und Gemein­den gedrängt wur­den. Erst die Bürg­er­rechts­be­we­gung deutsch­er Sin­ti und Roma, in Hes­sen vor allem der Lan­desver­band, hat seit vier Jahrzehn­ten wichtige Impulse für die Aufar­beitung der Ver­fol­gungs­geschichte und für eine gle­ich­berechtigte Teil­habe am gesellschaftlichen Leben für Men­schen mit Sin­ti- oder Roma-Hin­ter­grund geliefert. Wir sind stolz darauf, dass der Hes­sis­che Lan­desver­band seinen Sitz in Darm­stadt gewählt hat. Die vielfältige Koop­er­a­tion der ver­gan­genen Jahre wer­den wir aus­bauen und ver­steti­gen. Wir unter­stützen Sin­ti und Roma und den Kampf gegen Antizigan­is­mus.“

Der Vor­sitzende des Hes­sis­chen Lan­desver­ban­des, Adam Strauß, betont die Wichtigkeit, entsch­ieden gegen Antizigan­is­mus vorzuge­hen: „Auch heute noch erleben unsere Men­schen starke Aus­gren­zung und Diskri­m­inierung. In vie­len europäis­chen Län­dern leben Ange­hörige der Sin­ti und Roma in bit­ter­er Not und sind mas­siv­en Vorurteilen aus­ge­set­zt. Und auch in Deutsch­land sind die Vorurteile und der Hass lei­der noch immer sehr weit ver­bre­it­et. Das merken wir an fast jedem Tag. Deswe­gen haben wir als Hes­sis­ch­er Lan­desver­band seit langer Zeit dafür gekämpft, an einem zen­tralen Ort in Hes­sen Bil­dungs- und Aufk­lärungsar­beit zum The­ma Antizigan­is­mus leis­ten zu kön­nen. Die Stadt Darm­stadt und Ober­bürg­er­meis­ter Jochen Partsch unter­stützen den Hes­sis­chen Lan­desver­band seit vie­len Jahren, die Stadt ist für uns eine wichtige Koop­er­a­tionspart­ner­in. Der nun gefun­dene Ort in der Grafen­straße ist ein würdi­ger Stan­dort für unser Anna-Met­tbach-Zen­trum. Wir hof­fen darauf, dass viele Men­schen aus Darm­stadt, Hes­sen und deutsch­landweit das Ange­bot wahrnehmen wer­den. Wir schaf­fen einen Ort, an dem sich Ange­hörige der Min­der­heit und Ange­hörige der Mehrheit auf Augen­höhe begeg­nen kön­nen. Es geht darum, dass wir gemein­sam Demokratie und Men­schen­rechte für alle Men­schen in unser­er Gesellschaft gegen den recht­en Pop­ulis­mus vertei­di­gen.“

Ker­nele­ment des Zen­trums ist eine Dauer­ausstel­lung, die Wis­sen zur Ver­fol­gungs­geschichte der Sin­ti und Roma und zum Antizigan­is­mus für alle inter­essierten Men­schen in Hes­sen und darüber hin­aus ver­mit­telt. Das Zen­trum wird auch Raum für Begeg­nung und Aus­tausch bieten. Zu den Ziel­grup­pen gehören Schü­lerin­nen und Schüler und Studierende, außer­dem sind Fort­bil­dun­gen für Lehrkräfte sowie für andere Beruf­s­grup­pen vorge­se­hen, z.B. für Polizeikräfte oder Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er von Behör­den. Auch Selb­strepräsen­ta­tio­nen von Ange­höri­gen der Min­der­heit der Sin­ti und Roma sind Teil der Ausstel­lung.