NEUERSCHEINUNG: Systematische Leistungsverweigerung gegen EU-Bürger*innen

Antiziganismuskritische Handreichung zu Abwehrstrategien und Diskriminierungsmustern in Jobcentern

Anläss­lich der vier­ten Ver­öf­fent­li­chung einer inter­nen Dienst­an­wei­sung zum Umgang mit EU-Bürger*innen in Job­cen­tern hat der Lan­des­ver­band in Koope­ra­ti­on mit der Autorin Eli­sa Schmidt eine Bro­schü­re mit dem Titel “Sys­te­ma­ti­sche Leis­tungs­ver­wei­ge­rung gegen EU-Bür­ge­rin­nen — Anti­zi­ga­nis­mus­kri­ti­sche Hand­rei­chung zu Abwehr­stra­te­gien und Dis­kri­mi­nie­rungs­mus­tern in Job­cen­tern” herausgegeben.

Sie rich­tet sich an Sozialarbeiter*innen, Inter­es­sier­te und Per­so­nen, wel­che mit dem Job­cen­ter zutun haben (müs­sen) und hat einer­seits zum Ziel die Pra­xen im Job­cen­ter anti­zi­ga­nis­mus­kri­tisch zu ana­ly­sie­ren, sowie Abwehr­stra­te­gien erkenn­bar zu machen. Ande­rer­seits zeigt sie Hand­lungs­op­tio­nen auf und gibt dar­über hin­aus Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für Job­cen­ter zum Abbau von Antiziganismus.

Die Bro­schü­re ver­bin­det eine Ana­ly­se mit Bei­spie­len aus der Sozi­al­be­ra­tung in Hes­sen und Berlin. 

Einen beson­de­ren Dank gilt hier­bei dem För­der­ver­ein Roma e.V. (Frank­furt) und Ama­ro Foro e.V. (Ber­lin), wel­che ein Vor­wort zur Bro­schü­re beitrugen.

Die Bro­schü­re kön­nen Sie ent­we­der als PDF her­un­ter­la­den, oder beim Hes­si­schen Lan­des­ver­band Deut­scher Sin­ti und Roma bestellen.

Gedenken an den Anschlag vom 19. Februar 2020 (Hanau) in Darmstadt

Zwei Jah­re nach dem Anschlag vom 19. Febru­ar 2020 gedenkt der Hes­si­sche Lan­des­ver­band Deut­scher Sin­ti und Roma den Opfern des ras­sis­ti­schen Anschlags: Gök­han Gül­te­kin, Sedat Gür­büz, Said Nesar Has­h­e­mi, Mer­ce­des Kier­pacz, Ham­za Kur­to­vić, Vili Vio­rel Păun, Fatih Sara­çoğlu, Fer­hat Unvar, Kaloy­an Velkov.

Damit die Getö­te­ten, sowie das Leid und die For­de­run­gen der Hin­ter­blie­be­nen und Über­le­ben­den nicht ver­ges­sen wer­den, hat sich Lan­des­ver­band an der Mahn­wa­che vom 19. Febru­ar der Stadt Darm­stadt betei­ligt. Hier­bei erin­ner­te Adam Strauß, Vor­sit­zen­der des Hes­si­schen Lan­des­ver­ban­des Deut­scher Sin­ti und Roma in sei­ner Gedenk­re­de dar­an, dass gesell­schaft­li­cher Ras­sis­mus zu ras­sis­ti­schem Ter­ror füh­ren kann und dass es wich­tig ist, bereits die­sem ent­schlos­sen ent­ge­gen­zu­tre­ten. Dafür ist aber auch Auf­klä­rung not­wen­dig, damit all­täg­li­chen Dis­kri­mi­nie­run­gen und Aus­gren­zung als die­se erkannt wird. 

Neben dem Lan­des­ver­band spra­chen der Ober­bür­ger­meis­ter Jochen Partsch, der Aus­län­der­bei­rat Darm­stadt und die Inter­es­sen­ge­mein­schaft der Migran­ten­selbst­or­ga­ni­sa­tio­nen Darmstadt.

Workshops bei der Qualifizierungsreihe des Bündnisses “Demokratiebildung nachhaltig gestalten” gut besucht

Am 13.02.2022 hat der Hes­si­sche Lan­des­ver­band Deut­scher Sin­ti und Roma bei der Qua­li­fi­zie­rungs­rei­he des Bünd­nis­ses “Demo­kra­tie­bil­dungs nach­hal­tig gestal­ten” einen Work­shop ange­bo­ten. Auf­grund der hohen Nach­fra­ge wur­de die­ser in zwei Work­shops unter­teilt, wel­che bei­de am 13.02 nach­ein­an­der durch­ge­führt wurden.

In den Work­shops wur­den aktu­el­le For­men des Anti­zi­ga­nis­mus dis­ku­tiert und Stim­men von Ange­hö­ri­gen der Min­der­heit der Sin­ti und Roma über die Aus­wir­kun­gen auf ihr Leben gehört.

Der Lan­des­ver­band hat sich sehr über das gro­ße Inter­es­se an den Work­shops gefreut und bedankt sich bei der Ev. Aka­de­mie Frank­furt und dem Bünd­nis “Demo­kra­tie­bil­dung nach­hal­tig gestal­ten” für die Organisation.

Das gan­ze Pro­gramm der (zum Groß­teil bereits gelau­fe­nen) Qua­li­fi­zie­rungs­rei­he fin­den Sie hier.

27. Januar – Gedenken an die Verfolgten des Nationalsozialismus – Gedenken an eine halbe Million Ermordete Sinti und Roma

PRESSEMITTEILUNG DES HESSISCHEN LANDESVERBANDES DEUTSCHER SINTI UND ROMA

Heu­te vor 77 Jah­ren, am 27. Janu­ar 1945, wur­de das Ver­nich­tungs­la­ger Ausch­witz von den sowje­ti­schen Trup­pen befreit. Die­ser Tag gilt bis heu­te als Gedenk­tag an die Mil­lio­nen Opfer und Ver­folg­ten des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Ausch­witz steht bis heu­te als Syn­onym für den natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Völ­ker­mord an den Juden, Sin­ti und Roma, sowie der sys­te­ma­ti­schen Ver­fol­gung und Ver­nich­tung vie­ler wei­te­rer wie poli­ti­scher Oppo­si­tio­nel­ler, Homo­se­xu­el­ler, Zeu­gen Jeho­vas oder Men­schen mit Behinderung.

Nach Anga­ben der Gedenk­stät­te Ausch­witz star­ben die meis­ten der ca. 23.000 nach Ausch­witz depor­tier­ten Sin­ti und Roma an den mör­de­ri­schen Bedin­gun­gen oder durch die Gas­kam­mern. Allein in der Nacht vom 4. auf den 5. August wur­den etwa 4.000 Sin­ti und Roma ermor­det, als das kom­plet­te Lager Ausch­witz Bir­ken­au II e von der SS ‚auf­ge­löst‘ und alle dort ver­blie­be­nen Sin­ti und Roma ver­gast wurden.

Anna Mett­bach, Sin­tez­za und Bür­ger­recht­le­rin aus Hes­sen, wur­de 1942 mit 18 Jah­ren nach Ausch­witz depor­tiert, da sie in Sor­ge um ihren Onkel ohne Erlaub­nis ihren Wohn­ort ver­las­sen hat­te. Sie beschreibt ihre Depor­ta­ti­on spä­ter in einem Zeitzeugeninterview:

Wir waren eini­ge Tage unter­wegs. Ohne Was­ser und ohne Nah­rung. Jeder hing sei­ne Gedan­ken nach. Angst. Hoff­nungs­lo­sig­keit. Was wird wer­den? Ich wuss­te nicht, wo wir hin­kom­men. Wir sind in Ausch­witz ange­kom­men an der Ram­pe. Und dann hört man das Gebrüll. Da stan­den die Her­ren der SS, die Her­ren über Leben und Tod mit Schä­fer­hund und Gewehr. Dann ging es nur mit einer Dau­men­be­we­gung: so viel war der Mensch wert.“

Anna Mett­bach muss­te in Ausch­witz und wei­te­ren Lagern Zwangs­ar­beit leis­ten und unglaub­li­che Qua­len erle­ben. Sie über­leb­te meh­re­re Lager und einen Todes­marsch bevor sie 1945 befreit wur­de. Nach ihrer Befrei­ung setz­te sie sich für die Aner­ken­nung des Völ­ker­mor­des und die Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on der Sin­ti und Roma in Deutsch­land ein. Die Vor­ur­tei­le, die zur Ver­fol­gung der Sin­ti und Roma geführt hat­ten, exis­tier­ten auch nach 1945 wei­ter und füh­ren bis heu­te zur Diskriminierung.

Für mich als Vor­sit­zen­der des Hes­si­schen Lan­des­ver­ban­des Deut­scher Sin­ti und Roma ist die Erin­ne­rung an die Ver­folg­ten des Natio­nal­so­zia­lis­mus beson­ders wich­tig. Ihr Geschich­ten zei­gen, wie Men­schen, die zuvor Nachbar*innen, Mitschüler*innen und Kolleg*innen waren, nach und nach immer stär­ker aus­ge­grenzt, ver­folgt und schließ­lich ver­nich­tet wer­den konn­ten. Sie zei­gen aber auch ihr Leben und wie sie sich gegen­sei­tig Unter­stütz­ten.“, so Adam Strauß. „Wenn heu­te Men­schen glau­ben, sie sei­en wegen einer feh­len­den Imp­fung ver­folgt wie unse­re Men­schen im Natio­nal­so­zia­lis­mus, kön­nen sie sich nicht ernst­haft mit der Geschich­te aus­ein­an­der­ge­setzt haben. Es ist eine Belei­di­gung für alles was die Ver­folg­ten erlei­den mussten.“

VERLÄNGERT: “Der Weg der Sinti und Roma” in Schwalbach a.Ts.

Mit Online Vortrag von Rinaldo Strauß am 18.1.2022

Vom 17.–28. Janu­ar ist die Aus­stel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma — Wie ‘Zigeu­ner­bil­der’ einen Völ­ker­mord mög­lich machen kön­nen” im Rat­haus in Schwal­bach a. Ts. zu sehen. Sie zeigt die Geschich­te der Min­der­heit seit ihrer Ankunft in Euro­pa und dem deutsch­spra­chi­gen Raum. Die Aus­stel­lung the­ma­ti­siert die Wir­kung von Bil­dern und Zuschrei­bun­gen gegen Sin­ti und Roma vom 16. bis zum 20. Jahr­hun­dert, die Ver­fol­gun­gen und Dis­kri­mi­nie­run­gen bis zum Völ­ker­mord wäh­rend des Natio­nal­so­zia­lis­mus, die Kon­ti­nui­tä­ten der Bil­der und nicht zuletzt den Kampf gegen Anti­zi­ga­nis­mus durch die Selbst­or­ga­ni­sa­tio­nen von Sin­ti und Roma.

Schüler*innen der Albert-Ein­stein-Schu­le und der Fried­rich-Ebert-Schu­le wur­den zu Gui­des aus­ge­bil­det, um anschlie­ßend selbst Füh­run­gen durch die Aus­stel­lung geben zu können. 

Am 18.09.2022 hat Rinal­do Strauß einen Online-Vor­trag zum The­ma “Wie Zigeu­ner­bil­der einen Völ­ker­mord mög­lich mach­ten” gehalten. 

Inter­es­sier­te kön­nen sich die Aus­stel­lung noch bis zum 28.1.2022 im Schwal­ba­cher Rat­haus anschau­en. Bit­te infor­mie­ren Sie sich vor­ab bei der Stadt Schwal­bach a.Ts. über die aktu­el­len Pandemieregeln.

Hier Berich­te der Frank­fur­ter Rund­schau vom 17.1.2022, der Frank­fur­ter Neu­en Pres­se vom 19.1.2022 und der Schwal­ba­cher Zei­tung vom 21.1.2022.

Wir freu­en uns sehr, dass die Aus­stel­lung bis zum 4.2.2022 ver­län­gert wer­den konnte.

Neues Hörspiel jetzt online

Hör­spiel: Anna – ein Men­schen­le­ben, 2021

Das vom Lan­des­ver­band in Auf­trag gege­be­ne Hör­spiel “Anna — ein Men­schen­le­ben. Die Geschich­te der Sin­ti und Roma am Bei­spiel von Anna Mett­bachs Leben” ist jetzt erschie­nen. In die­sem Hör­spiel unter­hält sich ein Vater (Jour­na­list und His­to­ri­ker) mit sei­ner Toch­ter und es ent­wi­ckelt sich ein Gespräch über das Leben von Anna Mett­bach, einer Sin­tez­za, die Aus­sch­witz überlebte.

Die bei­den unter­hal­ten sich über Anna Mett­bachs Kind­heit, ihre Zeit im KZ, ihr Leben „danach“. In ihrem Dia­log gehen sie über die rei­ne Lebens­ge­schich­te Annas hin­aus, spre­chen über die His­to­rie der Sin­ti und Roma vom Mit­tel­al­ter bis zur Nach­kriegs­si­tua­ti­on und den Kämp­fen um Ent­schä­di­gung. Gleich­zei­tig wer­den aber auch die phi­lo­so­phi­schen Fra­gen, die Anna Mett­bach in ihren zahl­rei­chen Zeit­zeu­gen­be­rich­ten und Inter­views immer wie­der auf­ge­wor­fen hat, auf­ge­grif­fen.  Es ist ein leben­di­ger Dia­log, der mit Ori­gi­nal-Audio­auf­nah­men von Anna Mett­bach authen­tisch, berüh­rend, manch­mal auch scho­ckie­rend und span­nend die Geschich­te der Sin­ti und Roma in Deutsch­land beleuchtet. 

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Nachrichten auf Romanes 2021

Der Lan­des­ver­band hat eine neue Nach­rich­ten­sen­dung auf Roma­nes her­aus­ge­ge­ben. Dar­in berich­ten wir über unse­re Arbeit im letz­ten Jahr.

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Filmvorführung mit anschließender Diskussion im Rahmen der Aktionswochen Vielfalt Bildet!

Der Hes­si­sche Lan­des­ver­band betei­lig­te sich an den Akti­ons­wo­chen Viel­falt bil­det! des Koope­ra­ti­ons­part­ners ViBi der TU Darm­stadt mit einer eige­nen Film­vor­füh­rung und anschlie­ßen­der Dis­kus­si­on. Hier­bei wur­de der selbst pro­du­zier­te Film All­tags­dis­kri­mi­nie­rung gezeigt, in wel­chem ver­schie­de­ne betrof­fe­ne Sin­ti von Dis­kri­mi­nie­rung berich­ten. Im Anschluss fand eine Dis­kus­si­on mit Rinal­do Strauß, Pro­jekt­lei­ter des Fil­mes und stv. Geschäfts­füh­rer des Lan­des­ver­ban­des und Fati­ma Stieb, Prot­ago­nis­tin des Fil­mes statt.

Wie (un)demokratisch ist die Polizei?

Chat­grup­pen mit ras­sis­ti­schen und rechts­ex­tre­men Inhal­ten, der Abruf per­sön­li­cher Daten von Poli­zei­com­pu­tern im Zusam­men­hang mit den Dro­hun­gen des NSU 2.0 und der Abschluss­be­richt der von der hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung ein­ge­setz­ten Poli­zei-Kom­mis­si­on haben eine Debat­te ange­sto­ßen, die an die­sem Abend fort­ge­führt wurde. 

Die Ver­an­stal­tung wur­de von einem brei­ten zivil­ge­sell­schaft­li­chen Bünd­nis orga­ni­siert, das im Herbst 2020 bereits ein For­de­rungs­pa­pier an die hes­si­sche Lan­des­re­gie­rung mit dem Titel „Demo­kra­tie stär­ken, Ras­sis­mus und Rechts­ex­tre­mis­mus bekämp­fen“ ver­öf­fent­licht hat. Auf die For­de­rung einer unab­hän­gi­gen Beschwer­de­stel­le wur­de auch im Rah­men der Ver­an­stal­tung noch­mal hingewiesen.

v.l.n.r.: Alex­an­der Bau­er (innen­po­li­ti­scher Spre­cher der CDU-Land­tags­frak­ti­on), Felix Paschek (Lei­ter Stabs­stel­le Feh­ler- und Füh­rungs­kul­tur im hes­si­schen Innen­mi­nis­te­ri­um), Dr. Rai­ner Becker (Lei­ter des Demo­kra­tie­zen­trums Hes­sen), Seda Başay-Yıl­dız (Rechts­an­wäl­tin) und Mode­ra­to­rin: Dr. Car­men Colinas

Herr Prof. Dr. Sin­geln­stein konn­te an der Ver­an­stal­tung krank­heits­be­dingt lei­der nicht teil­neh­men. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass Dr. Rai­ner Becker vom Hes­si­schen Demo­kra­tie­zen­trum in Mar­burg spon­tan ein­sprin­gen konn­te. Frau Dr. Car­men Coli­nas mode­rier­te eine span­nen­de Dis­kus­si­on, wel­che Sie auch hier noch­mal nach­schau­en können:

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Bestattungskultur von Sinti und Roma: Vortrag am Friedhof in Hanau

Am 16.10. hielt Fati­ma Stieb als Ver­tre­te­rin des Lan­des­ver­ban­des beim Fried­hof in Hanau einen Vor­trag zum The­ma “Die Bestat­tungs­kul­tur der Sin­ti und Roma”. Sie mach­te hier­bei auf die Unter­schie­de, aber auch die Gemein­sam­kei­ten in den Bestat­tungs­kul­tu­ren der Sin­ti und Roma aufmerksam. 

Sie mach­te hier­bei deut­lich, dass die Gemein­sam­kei­ten ins­be­son­de­re aus der gemein­sa­men Aus­gren­zungs- und Dis­kri­mi­nie­rungs­er­fah­rung erklär­bar sind. Hier­bei zeigt sich, dass Gemein­schaft im Abschied oder auch in einer gemein­sa­men Gruft für vie­le eine zen­tra­le Rol­le spielen.

Beson­ders rele­vant für vie­le Sin­ti und Roma ist auch die soge­nann­te “ewi­ge Ruhe”, wel­che die Grab­stät­ten von Über­le­ben­den des Natio­nal­so­zia­lis­mus unter beson­de­ren dau­er­haf­ten Schutz stellt. Vie­le Über­le­ben­den konn­ten sich von ihren im Natio­nal­so­zia­lis­mus ermor­de­ten Ver­wand­ten nicht ver­ab­schie­den. Dadurch erhiel­ten die Grä­ber der Über­le­ben­den für die Min­der­heit eine beson­de­re Rol­le des Geden­kens an alle ver­folg­ten Sin­ti und Roma. Eine ers­te Rege­lung für Hes­sen wur­de 2016 ein­ge­führt. Im Dezem­ber 2018 folg­te schließ­lich die bun­des­wei­te “Bund-Län­der-Ver­ord­nung”.