1947: Polizeiaktionen gegen Sinti und Roma

Vortrag im Rahmen des Darmstädter Gedenkjahres 2017

Vor­trag von Dr. Udo Eng­bring-Romang: Poli­zei­ak­tio­nen des Hes­si­schen Innen­mi­nis­te­ri­ums gegen Sin­ti und Roma 1947

Am Diens­tag 6. Juni 2017 um 18:30 Uhr

Ort: Lud­wig-Berg­sträs­ser-Saal des Kol­le­gi­en­ge­bäu­des, Lui­sen­platz 2, 64283 Darm­stadt

Vor 70 Jah­ren. 1947 – Zwei Jah­re nach dem Krieg und vor allem nach der Befrei­ung von der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Gewalt­herr­schaft wur­den u.a. in Hes­sen Erfas­sungs­ak­tio­nen gegen Sin­ti und Roma durch­ge­führt – wohl­wis­send, dass sie im Natio­nal­so­zia­lis­mus ver­folgt wor­den waren. Sin­ti und Roma wur­den offen­bar wie­der als „Gefähr­der der öffent­li­chen Sicher­heit“ ange­se­hen.

Dr. Udo Eng­bring-Romang

Über die eher unbe­kann­ten Aktio­nen im his­to­ri­schen Kon­text berich­te­te der Mar­bur­ger His­to­ri­ker Dr. Udo Eng­bring-Romang.

Stadt­rä­tin Iris Bach­mann

Koope­ra­ti­ons­part­ne­rin bei unse­ren Ver­an­stal­tun­gen zum Gedenk­jahr ist die Wis­sen­schafts­stadt Darm­stadt.

Der Lan­des­vor­sit­zen­de Adam Strauß

Adam Strauß hielt ein Gruß­wort für den Lan­des­ver­band.

Das Darm­städ­ter Echo berich­te­te

Ausstellung in Erfurt

Vom 24. April bis zum 26. Mai war unse­re mobi­le Aus­stel­lung Der Weg der Sin­ti und Roma in der Gemein­schafts­schu­le am Roten Berg in Erfurt zu sehen. Der Schul­lei­ter Fal­ko Stolp hat­te die Aus­stel­lung an die “Schu­le ohne Ras­sis­mus – Schu­le mit Cou­ra­ge” geholt.

Eine Grup­pe von 8 Schü­le­rIn­nen wur­den durch einen ein­tä­gi­gen Work­shop vom His­to­ri­ker Dr. Udo Eng­bring-Romang als Aus­stel­lungs­gui­des aus­ge­bil­det. Zur Eröff­nung nah­men als gela­de­ne Gäs­te u.a. die Fami­lie Weiß aus Greu­ßen und der Orts­teil­bür­ger­meis­ter teil. Herr Rüdi­ger Ben­der gab als Refe­rent einen inhalt­li­chen Input. Danach tra­ten die Gui­des in Akti­on und konn­ten so ihr erwor­be­nes Wis­sen anwen­den. In den dar­auf fol­gen­den Tagen besuch­ten die Klas­sen unter Anlei­tung der Gui­des die Aus­stel­lung.

Am 11. Mai erhielt die Schu­le den Titel Euro­pa­schu­le. Im Anschluss an die­se Titel­ver­lei­hung nutz­ten die Gäs­te (u.a. aus dem Thü­rin­ge­ri­schen Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um sowie Bun­des- und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te) die Mög­lich­keit der Aus­stel­lungs­be­sich­ti­gung.

Am 19. Mai wur­de noch eine Finis­sa­ge ver­an­stal­tet. Rüdi­ger Ben­der als Refe­rent zeig­te einen Zeit­zeu­gen­film, über den danach ein Gespräch geführt wur­de. Den Gui­des wur­de hier noch ein­mal offi­zi­ell ein Dank aus­ge­spro­chen.

Gedenken in Gießen und Marburg

Am 23. März wur­de der vor 74 Jah­ren von Mar­burg nach Ausch­witz depor­tier­ten Sin­ti gedacht. Betei­ligt an der Gedenk­ver­an­stal­tung waren unter ande­rem der Vor­sit­zen­de des Kreis­tags Det­lef Ruf­fert und Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Tho­mas Spies. Die Ober­hes­si­sche Pres­se berich­te­te

Bild: Stadt Mar­burg, Phil­ipp Höhn

In Gie­ßen fand das Geden­ken an die Depor­tier­ten am 16. März statt.  Am Geden­ken nah­men unter ande­rem Stadt­ver­ord­ne­ten­vor­ste­her Egon Fritz, Stadt­rä­tin Astrid Eibels­häu­ser, der SPD-Chef Ger­hard Merz sowie die Gie­ße­ner Ober­bür­ger­meis­te­rin Diet­lind Gra­be-Bolz teil. Die Gie­ße­ner All­ge­mei­ne berich­te­te

Bild: Gie­ße­ner All­ge­mei­ne

Denkzeichen Güterbahnhof wiedereröffnet

Das Mahn­mal Denk­zei­chen Güter­bahn­hof, das an die Depor­ta­ti­on der Darm­städ­ter Juden und Sin­ti wäh­rend der Nazi­zeit erin­nert, wur­de am Sonn­tag 5. März zum drit­ten Mal ein­ge­weiht. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren war es zwei­mal mut­wil­lig beschä­digt wor­den.

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An der gut besuch­ten Gedenk­fei­er nah­men auch Ange­hö­ri­ge des von Darm­stadt nach Ausch­witz depor­tier­ten Mar­tin Wick teil. Sei­ne Töch­ter lasen aus den Lebens­er­in­ne­run­gen ihres Vaters, die der Ver­band in der Doku­men­ta­ti­on Darmstadt.Auschwitz. ver­öf­fent­licht hat.

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Auch der Vor­sit­zen­de der Jüdi­schen Gemein­de Darm­stadts Dani­el Neu­mann und als Ver­tre­ter des Lan­des­ver­bands Rinal­do Strauß sowie Darm­stadts Ober­bür­ger­meis­ter Jochen Partsch nah­men am Geden­ken teil.

Darmstadt Oberbürgermeister Jochen Partsch
Darm­stadt Ober­bür­ger­meis­ter Jochen Partsch
Daniel Neumann
Der Vor­sit­zen­de der Jüdi­schen Gemein­de Dani­el Neu­mann
Rinaldo Strauß vom Landesverband
Rinal­do Strauß vom Lan­des­ver­band

Darmstädter Gedenkjahr

Am 16. März fand die ers­te Ver­an­stal­tung des Ver­bands im Rah­men des Darm­städ­ter Gedenk­jah­res 2017 statt.

Der His­to­ri­ker Dr. Peter Sand­ner refe­rier­te zu flyer_gedenkjahr_2017_bildras­sen­po­li­ti­schen Erfas­sun­gen von Sin­ti und Roma in Deutsch­land durch den Kreis um Robert Rit­ter vor 80 Jah­ren und beant­wor­te­te Fra­gen aus dem Publi­kum. Die Ver­an­stal­tung fand wie unse­re kom­men­den Ver­an­stal­tun­gen zum Gedenk­jahr 2017 im Kol­le­gi­en­ge­bäu­de des Regie­rungs­prä­si­di­ums am Lui­sen­platz statt. Koope­ra­ti­ons­part­ner bei unse­ren Ver­an­stal­tun­gen zum Gedenk­jahr 2017 ist die Wis­sen­schafts­stadt Darm­stadt.

Wei­te­re Hin­wei­se auf die Ver­an­stal­tun­gen des Darm­städ­ter Gedenk­jah­res 2017 fin­den Sie im Pro­gramm­fly­er

Der Weg der Sinti und Roma” in Bad Hersfeld

Vom 14. Febru­ar bis 10. März 2017 war die mobi­le Aus­stel­lung des Lan­des­ver­ban­des “Der Weg der Sin­ti und Roma” in Bad Hers­feld zu sehen.

Die Aus­stel­lung nach Bad Her­feld geholt hat­te das Bünd­nis “bunt statt braun Bad Hers­feld-Roten­burg”. Die gemein­sam mit der “AG Zeit­sprün­ge” orga­ni­sier­te Eröff­nungs­ver­an­stal­tung fand am 16. Febru­ar im Buch­ca­fé statt.

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Fati­ma Stieb vom Lan­des­ver­band hielt ein Gruß­wort
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Der Autor Dr. Udo Eng­bring-Romang führ­te durch die Aus­stel­lung. Foto: Ost­hes­sen News

Bis zum 12. März war die Aus­stel­lung im FREI­raum, Bade­stu­be 20, Bad Hers­feld, zu sehen zu den Öff­nungs­zei­ten Mo. 16:30–18 Uhr, Di. 10–12 Uhr und Do. 15–18 Uhr.

Bericht von Ost­hes­sen News

Ausstellung an Schule in Homberg (Efze)

Vom 17. Janu­ar bis zum 8. Febru­ar 2017 war die Aus­stel­lung des Ver­ban­des Der Weg der Sin­ti und Roma an der Bun­des­prä­si­dent-Theo­dor-Heuss-Schu­le in Hom­berg (Efze) zu den Öff­nungs­zei­ten der Schu­le zu sehen.

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Am 20. Janu­ar fand eine Gesprächs­run­de mit den Schü­le­rin­nen und Schü­lern der 13. Jahr­gangs­stu­fe des Gym­na­si­ums statt. Für den Lan­des­ver­band nah­men Rinal­do Strauß, Fati­ma Stieb und Mal­te Clau­sen teil. Eröff­net wur­de die Ver­an­stal­tung durch den Schul­lei­ter Dr. Ralf Wes­kamp.

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Im Anschluss führ­te Mal­te Clau­sen durch die Aus­stel­lung. Die Aus­stel­lung und den Pro­jekt­tag hat die AG “Schu­le ohne Ras­sis­mus” und ihr Lei­ter Tho­mas Schatt­ner an die Schu­le geholt und orga­ni­siert.

Die Online­zei­tun­gen lokalo24, nh24 und sek-news berich­te­ten.

Bil­der: Tho­mas Schatt­ner

Premiere des Bürgerrechtsfilms

Kampf um Anerkennung“

Vier Jahrzehnte Bürgerrechtsarbeit des Verbands Deutscher Sinti und Roma LV Hessen

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Bild: Doku­men­ta­ti­ons- und Kul­tur­zen­trum Deut­scher Sin­ti und Roma

Am 13. Dezem­ber haben wir erst­mals unse­ren neu­en Film über die Bür­ger­rechts­ar­beit der Min­der­heit öffent­lich auf­ge­führt. Im Anschluss gab es eine Dis­kus­si­on mit den Ver­tre­tern des Ver­ban­des.

Das Darm­städ­ter Echo berich­te­te 

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Der Film the­ma­ti­siert die poli­ti­sche Orga­ni­sie­rung der deut­schen Sin­ti und Roma seit 1979 und greift im Gespräch mit dama­li­gen Akteu­rin­nen und Akteu­ren wich­ti­ge Mei­len­stei­ne der Bür­ger­rechts­ar­beit aus den letz­ten vier Jahr­zehn­ten auf. Dazu gehö­ren ins­be­son­de­re die lan­des­wei­te Gedenk­ver­an­stal­tung in der Frank­fur­ter Pauls­kir­che und die Errich­tung des Mahn­mals für die depor­tier­ten Sin­ti und Roma in Wies­ba­den Anfang der 90er Jah­re.

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Darm­stadts Stadt­rä­tin Iris Bach­mann und der Vor­sit­zen­de des Lan­des­ver­bands Adam Strauß

Ausstellung und Vortrag in der VHS in Dieburg

Vom 21. Novem­ber bis 3. Dezem­ber war die neue mobi­le Aus­stel­lung des Lan­des­ver­bands Der Weg in der Sin­ti und Roma in der Volks­hoch­schu­le Darm­stadt-Die­burg (Albi­ni­stra­ße 23, 64807 Die­burg) zu sehen.

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Bild: Aus­stel­lung des Lan­des­ver­bands in Hanau im Okto­ber 2016

Für den 1. Dezem­ber um 19 Uhr lädt die Volks­hoch­schu­le Darm­stadt-Die­burg zu einem gebüh­ren­frei­en Vor­trag mit dem His­to­ri­ker Dr. Udo Eng­bring-Romang in das Land­rats­amt Die­burg (glei­che Adres­se) ein.

Zu der Ver­an­stal­tung mit dem Titel “Sin­ti und Roma – ver­folgt, ver­ges­sen, ver­drängt” schreibt die Volks­hoch­schu­le: “Etwa 17.000 Ange­hö­ri­ge der Min­der­heit deut­sche Sin­ti und Roma wur­den im Natio­nal­so­zia­lis­mus ermor­det. Die Jus­tiz in der jun­gen Bun­des­re­pu­blik setz­te die Poli­tik der Aus­gren­zung und Ent­rech­tung fort. Die Aner­ken­nung als Opfer­grup­pe eines Völ­ker­mor­des fand erst 1982 statt. Bis in die heu­ti­ge Zeit wirkt sich die Dis­kri­mi­nie­rung für die Min­der­heit aus.”

Ausstellungseröffnung in Wiesbaden

Am Mon­tag 7. Novem­ber eröff­ne­te der Ver­band im Rah­men von Wir in Wies­ba­den und in Koope­ra­ti­on mit dem Kin­der-, Jugend- und Stadt­teil­zen­trum Biebrich und der Kir­che St. Mari­en in Wies­ba­den die neue mobi­le Aus­stel­lung Der Weg der Sin­ti der Roma.

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Die Aus­stel­lung­war vom 7. bis 18. Novem­ber täg­lich zu sehen und wur­de ins­be­son­de­re von vie­len Schul­klas­sen besucht.

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Der Pro­gramm­fly­er

Bil­der: Paul Mül­ler