Der Weg der Sinti und Roma im Kreis Offenbach

Von Mitte Sep­tem­ber bis Mitte Okto­ber 2018 zeigte der Lan­desver­band seine mobile Ausstel­lung im Kreishaus des Kreis­es Offen­bach in Diet­zen­bach. Im Anschluss war sie im Okto­ber im Jugendzen­trum Mühlheim zu sehen, bevor sie im Novem­ber im Rathaus in Heusen­stamm aufgestellt wurde.

Bere­its am 11. Sep­tem­ber wurde die Ausstel­lung mit einem Fachvor­trag zum The­ma “Bil­dungs­fern oder diskri­m­iniert in der Bil­dung?” von Rinal­do Strauß vom Lan­desver­band eröffnet. Der Vor­trag war gle­ichzeit­ig der Auf­takt zur Ver­anstal­tungsrei­he Leben in der Vielfalt der Diet­zen­bach­er Part­ner­schaft für Demokratie, zu der u.a. auch ein Vor­trag zu “Armut­szuwan­derung? Anmerkun­gen zu ein­er antizigan­is­tis­chen Debat­te” von Dr. Markus End  am 25. Sep­tem­ber gehörte. Im Vor­feld berichtete OP-online.

Am 15. Okto­ber wurde unsere Ausstel­lung um 13 Uhr im Jugendzen­trum Mühlheim (Rodaus­traße 16, 63165 Mühlheim) feier­lich eröffnet. Zuvor wur­den Schü­lerin­nen und Schüler des Friedrich-Ebert-Gym­na­si­ums vom Autoren der Ausstel­lung Dr. Udo Eng­bring-Romang zu Guides aus­ge­bildet, die in den fol­gen­den Wochen selb­st­ständig durch die Ausstel­lung führten.

Bilder: Arbeit­er­wohlfahrt Kreisver­band Offen­bach Land e.V.

Die Frank­furter Rund­schau und OP-online berichteten. Auch auf der Seite der lokalen Part­ner­schaft für Demokratie find­et sich ein Bericht.

Am 6. Novem­ber wurde die Ausstel­lung im Rathaus Heusen­stamm (Im Her­rn­garten 1, 63150 Heusen­stamm) mit einem Vor­trag von Dr. Udo Eng­bring-Romang eröffnet. Sie war dort bis zum 16. Novem­ber zu sehen.

2. Internationales Sinti & Roma Kultur- & Musik Festival

|15.–16. September 2018 | Justus-Liebig Haus, Darmstadt |

Mit dem Musik­fes­ti­val 2018 hat der Lan­desver­band an die Tra­di­tion des Musik­fes­ti­vals 1979 in Darm­stadt angeknüpft.

Die Frank­furter Rund­schau und das Darm­städter Echo berichteten.

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Die ersten Wiesbadener Kulturwochen gegen Antiziganismus

Update: Der Lan­desver­band hat eine Doku­men­ta­tions­broschüre zu den Kul­tur­wochen erstellt.

Vom 29. Mai bis zum 20. Juli 2018 hat der Lan­desver­band Deutsch­er Sin­ti und Roma Hes­sen zusam­men mit städtis­chen und zivilge­sellschaftlichen Koop­er­a­tionspart­ner­In­nen in Wies­baden die ersten Wies­baden­er Kul­tur­wochen gegen Antizigan­is­mus ver­anstal­tet. Zu den Hin­ter­grün­den der Diskri­m­inierung von Sin­ti und Roma führte der Wies­baden­er Kuri­er ein Inter­view mit Rinal­do Strauß vom Lan­desver­band.

Die Ver­anstal­tun­gen ermöglicht­en ver­schiedene Blick­winkel auf die gemein­same Geschichte der Min­der­heit und der Mehrheits­ge­sellschaft. Die im Stadt­mu­se­um am Markt (sam) aufge­baute mobile Ausstel­lung des Lan­desver­ban­des „Der Weg der Sin­ti und Roma“ behan­delt die Entste­hung und Entwick­lung der „Zige­uner­bilder“, durch die Ange­hörige der Min­der­heit jahrhun­derte­lang aus­ge­gren­zt und diskri­m­iniert wur­den, bis hin zum Völk­er­mord während des Nation­al­sozial­is­mus und der ver­sagten Entschädi­gung in der Nachkriegszeit.

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Podium gegen Antiziganismus

Der Abbau von hart­näck­i­gen und langjährig tradierten Vorurteilen erfordert eine fundierte Analyse und Kri­tik ihrer Grund­la­gen und Funk­tion­sweisen. Daher organ­isierte der Hes­sis­che Lan­desver­band der deutschen Sin­ti und Roma in Koop­er­a­tion mit dem AStA der TU Darm­stadt im Som­merse­mes­ter 2018 erst­mals ein Podi­um, auf dem die Erken­nt­nisse der sozial- und poli­tik­wis­senschaftlichen, päd­a­gogis­chen sowie (sozial-)psychologischen Forschung einem vielfälti­gen Pub­likum aus Zivilge­sellschaft und Poli­tik näherge­bracht wur­den.

Neben der Ver­anstal­tungsrei­he “Ein­führung in die Antizigan­is­mus­forschung” war die Ausstel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma” im alten Haupt­ge­bäude der TU Darm­stadt zu sehen. Der Lan­desver­band führte am 08.05.2018 eine Gruppe Studierende und Inter­essierte durch die Ausstel­lung.

Im Rah­men der Rei­he “Ein­führung in die Antizigan­is­mus­forschung” fan­den fol­gende Ver­anstal­tun­gen statt:

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Kulturabend in Kassel

Der Lan­desver­band hat am 20. April 2018 in Koop­er­a­tion mit der Stadt Kas­sel einen Kul­tur­abend im Kas­sel­er Rathaus ver­anstal­tet, um über die Ver­fol­gungs­geschichte und den Antizigan­is­mus aufzuk­lären.

Das Pro­gramm bestand aus einem Kurz­film zu Anna Met­tbachs Lebens- und Lei­dens­geschichte und ein­er Lesung ihres Zeitzeu­gen­bericht­es. Außer­dem wur­den die Gäste durch die mobile Ausstel­lung des Ver­ban­des Der Weg der Sin­ti und Roma von den Mitar­beit­ern des Lan­desver­ban­des geführt. Musikalisch umrahmt wurde die Ver­anstal­tung durch Sun­ny Franz (Vio­line) sowie Aaron Weiss (Piano). Das Gruß­wort für die Stadt hielt Stadträtin Anne Janz, für den Lan­desver­band sprach Rinal­do Strauß.

Schulwettbewerb in Gießen und Gedenken in Marburg

Am 16. März wur­den in Gießen die Ergeb­nisse des Schul­wet­tbe­werbs zum 75. Jahrestag der Depor­ta­tion der Gießen­er Sin­ti feier­lich präsen­tiert.

Der Schul­wet­tbe­werb der Uni­ver­sitätsstadt Gießen zum The­ma Antizigan­is­mus war aus Sicht des Lan­desver­ban­des ein voller Erfolg. Schü­lerIn­nen von ins­ge­samt vier Schulen haben an dem Wet­tbe­werb teilgenom­men.

Im Vor­feld wurde den Schulen Lehr­ma­te­r­i­al des Lan­desver­ban­des zur Ver­fü­gung gestellt. Der Lan­desver­band hat auch in Führun­gen durch unsere mobile Ausstel­lung Der Weg der Sin­ti und Roma, die für knapp zwei Wochen bere­its im ver­gan­genen Herb­st im Gießen­er Rathaus zu sehen war, die inhaltliche Auseinan­der­set­zung mit dem The­ma ver­tiefen kön­nen.

Die Schüler haben, teil­weise in schulüber­greifend­en Pro­jek­ten, sehr anschaulich dargestellt, wie Vorurteile zu Aus­gren­zung, Aus­gren­zung zu Diskri­m­inierung, Diskrim­ierung zu Über­grif­f­en und schließlich zu einem Völk­er­mord führen kön­nen. Die Arbeit­en der Schüler machen ein­drucksvoll deut­lich, dass jed­er Men­sch ein Recht auf Leben hat.

Ausstel­lung “Der Weg der Sin­ti und Roma”

Am 23. März fand das Gedenken der Uni­ver­sitätsstadt Mar­burg an die Depor­ta­tion der Mar­burg­er Sin­ti vor 75. Jahren statt. Der Lan­desver­band hielt anlässlich der Eröff­nung der Ausstel­lung Der Weg der Sin­ti und Roma im Mar­burg­er Rathaus ein Gruß­wort. Dr. Udo Eng­bring-Romang führte in seinem Vor­trag in die von ihm ver­fasste Ausstel­lung ein. Die Ausstel­lung war bis zum 4. April im Rathaus zu sehen.

Gedenken in Darmstadt zu den Deportationen

Am 15. März gedachte die Wis­senschaftsstadt Darm­stadt gemein­sam mit dem Lan­desver­band, der Jüdis­chen Gemeinde, der Ini­tia­tive Denkze­ichen Güter­bahn­hof und Bünd­nis­sen gegen Rechts in Süd­hessen der ras­sis­tis­chen Ver­fol­gung von Juden, Sin­ti und Roma während der Naz­izeit. Der Anlass war der 75. Jahrestag der Depor­ta­tion der Darm­städter Sin­ti.

Maria Strauß hielt das Gruß­wort für den Lan­de­ver­band, Ober­bürg­er­meis­ter Jochen Partsch sprach für die Wis­senschaftsstadt Darm­stadt und Daniel Neu­mann für die Jüdis­che Gemeinde Darm­stadt. Musikalisch wurde die Ver­anstal­tung von Sun­ny Franz und Aaron Weiß begleit­et.

Bilder: Renate Dreesen, Mar­git Sachse

Das Darm­städter Echo berichtete sowohl im Vor­feld als auch von der Ver­anstal­tung aus­führlich. Das Echo hat auch Auss­chnitte aus Zeitzeu­gen­bericht­en abge­druckt, die der Ver­band aufgeze­ich­net hat.

Die hes­sen­schau des Hes­sis­chen Rund­funks hat am 15. März aus­führlich berichtet: Bericht der hes­sen­schau (ab Minute 15:20)

Wiesbadenener Gedenken zur Deportation vor 75 Jahren

Am 8. März gedachte der Lan­desver­band gemein­sam mit der Lan­deshaupt­stadt Wies­baden und der Wies­baden­er Stadtöf­fentlichkeit der Depor­ta­tion der Wies­baden­er Sin­ti vor 75 Jahren.

Der Lan­desvor­sitzende Adam Strauß hielt das Gruß­wort für den Lan­desver­band, Ober­büger­meis­ter Sven Gerich sprach von Seit­en der Lan­deshaupt­stadt Wies­baden. Im Anschluss sprachen die Pfar­rer Gün­ter und Gras eine Ansprache. Musikalisch begleit­et wurde das Gedenken vom Romeo Franz Ensem­ble.

Neben einem kurzen Bericht in der Hes­sen­schau vom 8. März 2018 berichtete die Frank­furter Rund­schau bere­its im Vor­feld. Ein Bericht über die Gedenkver­anstal­tung ist auch im Wies­baden­er Tag­blatt erschienen.

Gedenken zum 27. Januar

Der Lan­desver­band hat sich an mehreren Gedenkver­anstal­tun­gen anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nation­al­sozial­is­mus am 27. Jan­u­ar beteiligt.

Der Lan­desvor­sitzende Adam Strauß nahm am lan­desweit­en Gedenken im Hes­sis­chen Land­tag teil.

Rinal­do Strauß war beim Gedenken der Wis­senschaftsstadt in der Cen­tral­sta­tion in Darm­stadt anwe­send, bei dem Schü­lerin­nen und Schüler vom Schick­sal der von den Nazis ver­fol­gten Men­schen erin­nerten. Auch Darm­stadts Ober­bürg­er­meis­ter Partsch beteiligte sich.

Rinal­do Strauß nahm auch am Gedenken des All­ge­meinen Studieren­de­nauss­chuss der Frank­furter Uni­ver­sität teil, gemein­sam mit Daniel Neu­mann, dem Direk­tor des Lan­desver­bands der Jüdis­chen Gemein­den Hes­sens, und Prof. Ben­jamin Ort­mey­er, Leit­er der Forschungsstelle NS-Päd­a­gogik an der Uni Frank­furt.

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Vortrag zum Auschwitz-Erlass

Am 7. Dezem­ber 2017 hielt Her­bert Heuß, wis­senschaftlich­er Leit­er des Zen­tral­rats deutsch­er Sin­ti und Roma, anlässlich des 75. Jahrestages des sog. Auschwitz-Erlass­es durch Himm­ler einen Vor­trag im Lud­wig-Bergsträss­er-Saal des Kol­legien­ge­bäudes.

Der Vor­trag fand statt im Rah­men des Darm­städter Gedenk­jahres 2017 in Koop­er­a­tion mit der Wis­senschaftsstadt Darm­stadt.

Am 16. Dezem­ber 1942 ord­nete mit dem soge­nan­nten Auschwitz-Erlaß der Reichs­führer-SS, Hein­rich Himm­ler, die fam­i­lien­weise Depor­ta­tion aller Sin­ti und Roma aus dem Deutschen Reich nach Auschwitz-Birke­nau an, darunter viele alte Men­schen und Kinder. Bis 1945 fol­gten weit­ere Depor­ta­tio­nen aus elf europäis­chen Län­dern.  In seinem Vor­trag beleuchtete Her­bert Heuß die Vorgeschichte und Auswirkun­gen des Erlass­es sowie die Ver­nich­tungspoli­tik gegen Sin­ti und Roma während des Nation­al­sozial­is­mus.

Der Vor­sitzende Adam Strauß hielt das Gruß­wort für den Lan­desver­band und Stadträtin Iris Behr begrüßte die Anwe­senden von Seit­en der Wis­senschaftsstadt Darm­stadt.